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Neue Erkenntnisse bei der Rohstoffsicherung :
jura cement hat die Untersuchungsgebiete für die künftige Rohstoffversorgung ihres Zementwerks in Wildegg vertieft evaluiert

Ergebnisse dieser Abklärungen der jura cement zur Rohstoffsicherung sind: Ausschöpfung aller abbaubaren Kalk- und Mergelvorkommen am bestehenden und massvoll zu erweiternden Standort, Verzicht auf Probebohrungen, nur noch zwei Untersuchungsgebiete für ein neues Abbaugebiet.

Seit über 130 Jahren wird im Kanton Aargau Zement hergestellt. Die beiden für den Kanton Aargau wichtigen Zementwerke beliefern die Bauwirtschaft mit hochwertigen, lokal hergestellten Produkten, bieten Hunderte von Arbeitsplätzen an und vergeben Aufträge an das lokale Gewerbe. Zudem übernehmen sie mit der Nutzung von Sekundärbrennstoffen wichtige ökologische Entsorgungsfunktionen. Die Rohmaterialversorgung erfolgt heute über nahe den Werken liegende Steinbrüche. Insbesondere im Fall des Werks der jura cement in Wildegg gehen die bewilligten Rohmaterialreserven jedoch langsam zu Ende. Um die kurz- und mittelfristige Versorgung dieses Werks mit genügend Kalk und Mergel sicherzustellen, prüfen Kanton und jura cement seit Jahren den Abbau zusätzlicher Materialvorkommen.

In den letzten Jahren wurden die geologischen Karten im Bereich der vier Untersuchungsgebiete für den mittelfristigen Materialabbau der jura cement überarbeitet. Gemäss Beurteilung der Schweizerischen Geotechnischen Kommission ermöglichen es die vorliegenden neuen Karten und weitere geologische Erkenntnisse, genügend qualifizierte Aussagen bezüglich der vorhandenen Geologie zu machen, um einen Antrag zur Festsetzung eines neuen Abbaustandortes im Richtplan zu erarbeiten. Damit erübrigen sich zum jetzigen Zeitpunkt die viel diskutierten Probebohrungen; sie werden erst für die späteren Schritte im Bewilligungsverfahren notwendig sein. Aufgrund dieser Erkenntnisse hat jura cement eine umfassende Neubeurteilung der Untersuchungsgebiete unter Einbezug ökologischer und ökonomischer Überlegungen in Auftrag gegeben.

Für das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau entfällt der Auftrag zur Durchführung der Probebohrungen, alle diesbezüglichen Gesuche werden zurückgezogen. Damit kann auch die "Begleitgruppe Probebohrungen" – das Gremium der betroffenen Gemeinden – aufgelöst werden. Die Bildung einer neuen Begleitgruppe wird geprüft; ein Entscheid erfolgt nach einer Anhörung der Gemeinden.

Für den mittelfristigen Abbau verbleiben noch zwei mögliche Standorte

jura cement ist auf Grundlage der vertieften Standort-evaluation zum Entscheid gekommen, sich im Rahmen der Weiterbearbeitung auf die zwei Standorte "Grund" (Schinznach-Dorf) und "Bäumer" (Auenstein, Oberflachs und Veltheim) zu fokussieren. Die Standorte "Hard" (Thalheim) und "Homberg" (Effingen und Bözberg) werden aufgrund der vorgenommenen Gesamtbewertung nicht mehr weiter verfolgt. Die Streichung der Standorte als Vororientierungen im Richtplan wird geprüft. Auch in diesem Fall wird erst nach einer Anhörung der Gemeinden entschieden.

Für die kurzfristige Versorgung wird auf die Erweiterung des heutigen Steinbruchs gesetzt

Mit einer massvollen Erweiterung kann der bestehende Steinbruch Jakobsberg-Egg noch 20 bis 30 Jahre betrieben werden. Dazu muss der Perimeter an den Rändern erweitert und die Abbausohle vertieft werden. Für dieses Vorhaben ist als erster Schritt eine Anpassung des Richtplans erforderlich, die in Absprache mit den Standortgemeinden demnächst initiiert werden soll.

Kanton und jura cement ist es wichtig, zusammen mit den Betroffenen eine einvernehmliche Lösung zu finden, damit über eine nachhaltige Rohstoffsicherung die Existenz des Zementwerks in Wildegg langfristig gesichert und die Arbeitsplätze in der Region erhalten werden können. Zu diesem Zweck werden der Kanton und jura cement den Dialog mit den Behörden, der Bevölkerung und den Interessengruppen suchen, um eine für alle Betroffenen ausgewogene Lösung zu erarbeiten.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt