Neue Angebote an den Fachmittelschulen
:
Einführung der Fachmaturitäten Gesundheit, Soziale Arbeit und
Ab dem kommenden Schuljahr 2009/10 kann an den aargauischen Fachmittelschulen neu in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziale Arbeit und Kommunikation die Fachmaturität erworben werden. Damit wird eine Ergänzung zu den Maturitätsabschlüssen an Gymnasien und Berufsfachschulen geschaffen und der Zugang an die weiterführenden Fachhochschulen von der Fachmittelschule her sichergestellt.
Nachdem im vergangenen August die Fachmaturität Pädagogik an den aargauischen Fachmittelschulen in Aarau und Wettingen eingeführt wurde, starten nun auf Beginn des kommenden Schuljahrs 2009/10 auch die Fachmaturitäten in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziale Arbeit und Kommunikation. Die Fachmaturität wurde im Rahmen der Überführung der Diplommittelschulen in Fachmittelschulen im Jahr 2003 ins Leben gerufen. Sie eröffnet den Absolventinnen und Absolventen einer Fachmittelschule den Zugang zur Fachhochschule im entsprechenden Berufsfeld. Die drei neuen Fachmaturitäten orientieren sich punkto Anforderung und Struktur an den Vorgaben der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und den bereits bestehenden Fachmaturitäten in den Kantonen der Nordwestschweiz. Mit ihnen erwerben die Fachmittelschülerinnen und -schüler die zur Erlangung der Fachhochschulreife notwendigen berufspraktischen Erfahrungen.
Von der Praxis begrüsst
Der für die Fachmittelschule Aargau wichtige Entwicklungsschritt wird auch seitens der Praxis begrüsst und unterstützt. Dementsprechend wurden die drei neuen Fachmaturitäten in enger Zusammenarbeit zwischen dem Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS), den beiden involvierten Fachmittelschulen und Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitswelt konzipiert. Besonders stark involviert waren die Organisation der Arbeitswelt Gesundheit / Soziales Aargau (OdA-GSAG) und die Pflegedienstleistungskonferenz des Kantons Aargau. Das Interesse an der Zusammenarbeit war gross, da zahlreiche Abschlüsse im Gesundheitsbereich nur noch an einer Fachhochschule erworben werden können (Physiotherapie, Ergotherapie, Hebamme, Ernährungsberatung) und sich für die nächsten Jahre im Gesundheitswesen gleichzeitig ein akuter Mangel an gut qualifiziertem Personal abzeichnet. Beide Organisationen erachten daher die Fachmaturität als sinnvollen, ergänzenden Zugang zu den Fachhochschulen neben der Berufsmatur und der gymnasialen Matur.
Ähnlich wie im Gesundheitsbereich stellt die Fachmaturität auch in den anderen beiden Bereichen, Soziale Arbeit und Kommunikation, einen wichtigen Entwicklungsschritt dar. Sie eröffnet nebst den beruflichen Möglichkeiten auch hier den Zugang zu den diversen Studiengängen an den Fachhochschulen für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler, welche den Bezug zur Praxis und zur Berufswelt schätzen.