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Neue Abschlussprüfung hat sich bewährt :
Bezirksschul-Abschlussprüfung dokumentiert sinkendes Interesse an der Maturität

Die Bezirksschul-Abschlussprüfung haben fast 47 Prozent der Absolvierenden mit einem Notendurchschnitt von 4,7 oder höher bestanden und damit die Berechtigung für den Übertritt in eine Maturaklasse erreicht. Von diesen 1176 Schülerinnen und Schülern treten aber nur 787 in eine Aargauer Maturitätsschule ein - deutlich weniger als in den Vorjahren.

Die Bezirksschul-Abschlussprüfung (BAP) fand 1999 erstmals gemäss revidiertem Verfahren statt, bei dem acht Noten aufgrund der letzten beiden Zeugnisse und drei aufgrund spezieller Prüfungen für den Schnitt zählten. Den Schnitt von 4,7 für den Übertritt in eine Maturitätsabteilung schafften 46,6 Prozent der insgesamt 2524 Teilnehmenden. Im Vorjahr erreichten 44,5 Prozent diese Berechtigung. Zusatzprüfungen mit anspruchsvolleren Aufgaben für die verschiedenen Maturatypen entfielen, sodass alle genau die gleichen Aufgaben lösen mussten. Ausserdem entfiel die Möglichkeit, zwei Fächer nach freier Wahl für die Prüfung einzubeziehen. Etwas weniger Teilnehmende erreichten den Schnitt von 4,0 für eine erfolgreiche BAP. Der Anteil verdoppelte sich praktisch von 3,7 auf 7,5 Prozent. Gemäss Erziehungsdirektor Peter Wertli hat die neue BAP ihre Bewährungsprobe bestanden, indem sie ähnlich selektiv wirkte wie die alte BAP.

Rückläufiges Interesse an Matura

Von den 1176 Schülerinnen und Schülern, die aufgrund ihres BAP-Ergebnisses in eine Aargauer Maturitätsschule übertreten dürfen, schlagen gemäss BAP-Erhebungen nur 787 den Weg zur Matura im Aargau ein. Das sind 31 Prozent der Bezirks-schülerschaft und deutlich weniger als im Vorjahr mit 36 Prozent und 926 Personen. In den Jahren 1994 - 1997 schwankte dieser Anteil gar zwischen 37 und 42 Prozent. Weitere 119 Jugendliche aus dem Aargau treten in eine ausserkantonale Maturaklasse ein; der Grossteil davon aus dem Fricktal in Muttenz (63) und Basel-Stadt (31).
Gestiegen ist die Zahl der Eintritte in die Diplomabteilungen der Mittelschulen im Kanton: Diplommittelschule von 112 (1998) auf 159. Bei der Wirtschaftsdiplomschule ergibt sich praktische eine Verdoppeltung von 50 auf 98 Eintritte. Insgesamt erreichen die beiden Diplomschulen im Aargau einen Anteil von 10 Prozent (1998: 7 Prozent) der Bezirksschülerschaft. Leicht rückläufig von 372 auf 331 ist die Zahl der Anmeldungen für die Berufsmatura, die damit von 14 auf 13 Prozent gesunken ist.

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