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Neuausrichtung der land- und hauswirtschaftlichen Berufsbildung und Beratung im Aargau :
Revidiertes Dekret regelt Standort, Aufgaben und Organisationsfragen

In diesen Tagen wird dem Grossen Rat ein den heutigen Bedürfnissen angepasstes Dekret über die land- und hauswirtschaftliche Berufsbildung und Beratung unterbreitet. Im Zentrum steht die Konzentration auf ein Bildungs- und Beratungszentrum, das LBBZ Liebegg/Gränichen.

Mit der Neugestaltung der gesetzlichen Grundlagen hat der Regierungsrat in jüngster Zeit auch wegweisende Beschlüsse zur Reorganisation der land- und hauswirtschaftlichen Berufsbildung und Beratung gefasst. Danach ist die Berufsbildung und die lehrplanmässige (strukturierte) Weiterbildung in den Bereichen Land- und Hauswirtschaft auf den 1. Januar 2004 ins Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) zu überführen. Die landwirtschaftlichen Fachstellen für Beratung, Weiterbildung (ad hoc-Kurse) und Vollzug verbleiben dagegen in der Abteilung Landwirtschaft des Finanzdepartementes.

Neben der Führung aller Lehrgänge der Grundausbildung und der strukturierten Weiterbildung für die Land- und Hauswirtschaft wird das Landwirtschaftliche Bildungs- und Beratungszentrum (LBBZ) Liebegg auch im Bereich Beratung, ad hoc-Weiterbildung und Vollzug eine breite Palette von Aufgaben erfüllen. Dazu zählen etwa die im öffentlichen Interesse liegende beratende Unterstützung der Entwicklung im ländlichen Raum, die Mitwirkung im landwirtschaftlichen Versuchswesen und die Unterstützung des Vollzugs der komplexen landwirtschaftlichen Gesetzgebung.

Die Konzentration der Aufgaben auf den Standort Liebegg hat die Auflösung der LBBZ Frick und Muri sowie eine neue Führungs- und Organisationsstruktur zur Folge. Die Umnutzung der frei werdenden Raumkapazitäten in Frick und Muri obliegt dem Baudepartement, das in Zusammenarbeit mit dem Finanzdepartement, den heutigen Benützern und den örtlichen Instanzen nach geeigneten Lösungen sucht. In Frick steht eine erweiterte Nutzung durch das Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) im Vordergrund.

Die neue Organisations- und Führungsstruktur wird gemeinsam mit der Standortkonzentration auf den 1. Juli 2003 in Kraft treten. Für den Bereich Berufsbildung in der Land- und Hauswirtschaft sowie für die Infrastrukturen des LBBZ Liebegg ist der 56-jährige dipl. Ing. Agr. ETH Ueli Niklaus, seit 1984 Rektor, verantwortlich. Für die Leitung des neu geschaffenen Führungsbereichs Landwirtschaftliche Fachstellen für Beratung, Weiterbildung und Vollzug wird der 36-jährige dipl. Ing. Agr. ETH Martin Schmutz zuständig sein.

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