Miteinander von Trax und Frosch
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Es geht vorwärts mit dem Auenschutzpark Aargau
Mit der Eröffnung eines Seitenarmes der Aare wird ein wesentliches Stück der neuen Auenlandschaft geschaffen. Die Armee tritt dem Kanton Aargau im Brugger Auschachen 15 ha Wald inmitten des Wasserschlosses zugunsten des Auenschutzparkes ab.
Im Brugger Auschachen schenkt die Armee (das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, VBS) dem Aargau eine dynamische Auenlandschaft. In funktionierenden Auengebieten schaffen Hochwasser Bewegung und immer wieder wechselnde Lebensräume: Material wird abgetragen und umgelagert, Tümpel und Wasserläufe entstehen und verschwinden.
Nach dem bedrohlichem Rückgang der Laubfrösche zwischen 1980 und 1995 haben Baudepartement und Armee reagiert. Laubfrosch und militärischer Trax stehen für das Miteinander von Naturschutz und Militär im Brugger Auschachen. Ohne den Armee-Trax gäbe es den Laubfrosch im Aargauer Aaretal nicht mehr. Die gemeinsamen Anstrengungen zeigen Erfolg. 1998 hat die Anzahl rufender "Froschmänner" die 100er-Marke überschritten, und dieses Jahr gaben gar 130 bis 160 Laubfrösche ihr Konzert.
Nun braucht es den Trax nicht, damit es dem Laubfrosch und weiteren Tieren sowie typischen Pflanzen wohl ist. Der Mensch gibt eine Initialzündung - der Baumeister für die weitere Entwicklung ist die Aare. Mit dem Wald im Auschachen legen Armee und Kanton einen Grundstein für den Teil des Auenschutzparks im Wasserschloss. 15 ha Wald inmitten des Wasserschlosses sind ein Hundertstel des zukünftigen Auenschutzparkes Aargau an einem schönen, zentralen und wichtigen Ort.
Der Aargauer Regierungsrat will den Auftrag des Aargauer Volkes wahrnehmen und innert 20 Jahren auf einem Prozent der Kantonsfläche die Auen schützen und aufwerten. Seit Januar 1998 konnten mehr als sechs Renaturierungsmassnahmen an Aare, Limmat und Rhein umgesetzt werden.
Im Wasserschloss soll dieses Jahr mehr Fläche für den Auenschutzpark gesichert werden. Noch mehr Engagement gilt dem grössten aargauischen Auengebiet: zwischen Raum Rohr-Rupperswil bzw. Aarau und Wildegg . Noch in diesem Jahr kann mit der Einwohnergemeinde Biberstein ein Waldabtausch von 18 ha zugunsten des Auenschutzparkes abgeschlossen werden. Der Auenschutzpark soll in den Regionen als Chance wahrgenommen werden.
Das Geld für den Auenschutz ist gut angelegt; es schützt und belebt die Natur: 40 Prozent der schweizerischen Pflanzen wachsen und blühen in den Auen. Aber auch unsere Lebensqualität gewinnt. Der Kanton Aargau ist der einzige Kanton mit einem Auenschutzartikel in der Verfassung. Auen gehören zum Aargau.