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Militärdirektor besucht Truppe in Genf :
Regierungsrat Ernst Hasler informiert sich vor Ort über den subsidiären Sicherungeinsatz

Drei Kompanien des Panzer Sappeur Bataillon 4 unterstützen in ihrem Dienst die Polizeikorps des Kantons Genf und Waadt, sowie der Stadt Bern. Sie leisten Assistenzdienst zum Schutz von Botschaften im Rahmen des subsidiären Sicherungseinsatzes AMBA CENTRO.

Diese Truppeneinheiten sind direkt den Polizeikorps unterstellt. Der Kommandant der Territorialregion 1 Divisionär Jean-Francois Corminboeuf führt den Einsatz auf Stufe Armee. Er empfing die Aargauer Delegation in der Einsatzzentrale des AMBA CENTRO in Genf. Der Zweisternegeneral erläuterte zuerst den konkreten Auftrag von AMBA CENTRO. " Die Polizei erteilt uns den Auftrag. Sie definiert die Leistungen, welche die Truppe zu erbringen hat. Die Einsatzverantwortung ligt aber immer bei den zivilen Behörden, in unserm Fall bei der Polizei."

Nach dieser generellen Einführung in der Einsatzzentrale AMBA CENTRO erfolgte die Verschiebung an die Einsatzorte. Ernst Hasler nutzte die Gelegenheit um mit den Dienstleistenden, von denen viele aus dem Aargau sind, Gespräche zu führen. Er konnte erfreut feststellen, dass die Motivation der Truppe sehr hoch ist. Viele Soldaten begründeten ihre positive Einstellung mit der sinnvollen und konkreten Aufgabe.

Ernst Hasler, Präsident der Schweizerischen Militärdirekorenkonferenz, erhielt ein sehr umfassendes und differenziertes Bild über diese subsidiären Einsätze der Armee. Diskutiert wurde bei diesem Besuch auch der Einsatz von Durchdienereinheiten anstelle von WK-Einheiten für den AMBA CENTRO Einsatz. Ernst Hasler: "Persönlich bin ich der Auffassung, dass derartige Bewachungseinsätze zukünftig nicht mehr von Spezialeinheiten wie dem Pz Sap Bat 4 geleistet werden sollten. Das Konzept sieht vor , dass für derart langanhaltende Armeeeinsätze die speziell dafür geschaffenen Durchdiener, nötigenfalls mit Formationen der Infanterie, eingesetzt werden. Im Moment fehlt es aber noch an Durchdienern."

Für den Aargauer Militärdirektor hat sich bei diesem Besuch aber auch gezeigt, wie wichtig in Zukunft die Kooperation der einzelnen Partner in der Sicherheitspolitik sein wird und dass diesem Aspekt im Moment immer noch zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Er erwartet darum, dass das neulich vom Bundespräsidenten Samuel Schmid eingesetzte politische Gremium die Problematik der inneren Sicherheit neu beurteilt. Dabei wird es auch insbesondere darum gehen, basierend auf einer asymmertrischen Bedrohungslage, die Zusammenarbeit der sicherheitspolitischen Einsatzkräfte wie Polizei, Grenzwachkorps und Armee zu verbessern und Synergien zu nutzen.

  • Departement Gesundheit und Soziales