"Migranten- und Migrantinnenparlament" im Jubiläumsjahr
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Kantonsjubiläum: Politische Beteiligung der eingewanderten Bevölkerung
Das Projekt "Migranten- und Migrantinnenparlament" bietet den Menschen, die sonst politisch keine Stimme haben, die Gelegenheit, öffentlich ihre Anliegen zu formulieren. Dafür steht ihnen am Samstag, 22. November 2003, ab 13.30 Uhr der Grossratssaal in Aarau zur Verfügung.
"Politische Beteiligung von Migrantinnen und Migranten" heisst eines der Projekte zum 200-Jahr Jubiläum des Kantons Aargau. Jede 5. Person im Aargau bezahlt Steuern, arbeitet und lebt im Kanton, ist aber politisch nicht integriert: sie darf nicht abstimmen.
Unter dem Titel "Politische Beteiligung von Migrantinnen und Migranten" bringen Vertreterinnen und Vertreter der eingewanderten Bevölkerung im Aargau am 22. November ihre Voten vor. Sie erreichen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und der Politik und vermitteln ihre Anliegen vor Ort den kantonalen Politikerinnen und Politkern sowie weiteren Interessierten.
Der Kanton Aargau vermittelt damit auf kantonaler als auch auf nationaler Ebene mit der Förderung dieses Projektes das Bild eines innovativen und selbstbewussten Kantons. Er übernimmt in der Diskussion um die politische Beteiligung Eingewanderter eine Vorreiterrolle. Zudem lebt er dadurch seine Jubiläumsbotschaft - der Aargau verbindet.
Wichtige Themen
An Vorbereitungstreffen diskutierten die Teilnehmenden zu Religion, Schule/Bildung, Integration, Ausländergesetz, Einbürgerung und Wirtschaft/Arbeitsmigration. In Arbeitsgruppen wurden mit grossem Engagement Wünsche, Anliegen und Forderungen vordiskutiert und prägnante Formulierungen erarbeitet.
Nach dem Parlament sind alle zu einem Abschlussapéro im Grossratsgebäude eingeladen. Er wird musikalisch von 5 Musikstudierenden aus Brasilien begleitet. Sie weilen hier im Aargau in Zusammenhang mit dem Projekt "Inspiration brasil".
Film und Essen
Bereits am 15. November macht das Rahmenprogramm in Aarau auf den bevorstehenden Parlamentstag vom 22. November aufmerksam. Im Kino freier Film wird um 17.00 h der Dokumentarfilm "Homeland" von Sabine Gisiger gezeigt. Im Film werden Künstlerinnen, Künstler, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern gezeigt, welche während dreier Wochen durch die Schweiz reisten, um sich in offiziellem Auftrag (EXPO.O2) ein Bild von ihr zu machen.
Ab 19.30 Uhr wird im Restaurant Krone in Aarau das "Internationale Buffet" mit vielen kulinarischen Überraschungen eröffnet.
Verantwortlich für das Projekt "Migranten- und Migrantinnenparlament ist der Verein MigrantinnenRaum Aargau mit Sitz in Aarau.