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"Menschenwürde verpflichtet, zu mehr Lebensqualität zu verhelfen" :
Die Höhere Fachschule Gesundheit und Soziales in Aarau überreicht 70 Pflegefachfrauen HF und 5 Pflegefachmännern HF das Diplom.

Am vergangen Dienstag überreichte die Höhere Fachschule Gesundheit und Soziales in Aarau an einer würdigen Feier 70 Frauen und 5 Männern das Diplom als Pflegefachfrau HF, Pflegefachmann HF. Schwester Liliane Juchli, die bekannte Fachbuchautorin der Pflegeliteratur, verriet den Diplomandinnen und Diplomanden, dass es die Faszination für den Pflegeberuf war, die sie in ein langes Berufsleben rief und drängte.

"Der Titel HF – Höhere Fachschule – bedeutet 'hervorragend fähig'. Hervorragend fähig in Ihrer Entscheidungs- und Umsetzungskompetenz; hervorragend fähig aber auch im Sinne von beispielhaft im Anleiten und Führen von jüngeren, weniger qualifizierten Teammitgliedern", gab sich Theres Lepori vor der Überreichung der Diplome überzeugt. Theres Lepori – Präsidentin der HFGS-Schulkommission und Grossrätin, und selber lange als diplomierte Pflegefachfrau tätig – betonte, dass sich die Diplomandinnen und Diplomanden mit dem breiten Wissen, das ihnen während der Ausbildung vermittelt wurde, gute Voraussetzungen für interprofessionelles Wirken und als Teamplayer geschaffen haben.

Sehr persönliche Worte richtete Irène Lüthi, Lehrperson der HFGS, an die Diplomandinnen und Diplomanden und lobte den unermüdlichen Einsatz, den sie in Theorie und Praxis leisteten.

Einen herzlichen Applaus erhielt Schwester Liliane Juchli, Fachbuchautorin für Pflegeliteratur, schon vor ihrer Diplomrede. Sie habe die Einladung zur Diplomfeier der HFGS gerne angenommen, denn das gebe ihr auch im Alter noch Gelegenheit, mit jungen Menschen, die voll im Berufsleben stehen, die Faszination dieses Berufes aktiv zu teilen.

Menschenwürde und das Verlangen nach Wissen und Verstehen

"Ich wünsche mir, dass mein Name für zwei Forderungen stehen möge. Zum einen für mein Kernanliegen: die Würde des Menschen. Und zum andern für das, was mich Zeit meines Lebens weitergedrängt und getragen hat: die Neugierde, das Verlangen nach Wissen und Verstehen." Mit diesen persönlichen Überzeugungen leitete Schwester Liliane Juchli ihre Festrede ein. Liliane Juchli, in Nussbauen AG geboren, hat als diplomierte Pflegefachfrau den Fachbereich Pflege im deutschen Sprachraum in den letzten Jahrzehnten, durch Entwicklung, Professionalisierung und Lehre, massgeblich geprägt.

Menschenwürde sei ein inneres Verlangen nach Wissen und Verstehen, ergänzte sie und meinte zu den jungen Diplomandinnen und Diplomanden: "Menschenwürde verpflichtet dazu, dem Menschen trotz gesundheitlicher Einschränkungen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Sie steht für die Sorge um die Menschen, die in ihrer Bedürftigkeit wie in ihrer Würde ernst genommen werden müssen. Sie setzt Respekt und Akzeptanz voraus."

Angehende Expertinnen und Experten

Rektor Werner Mathis meinte vor der Diplomüberreichung: "Heute oder morgen machen Sie, liebe Diplomandinnen und Diplomanden, Ihren ersten Schritt in Richtung Expertin und Experte in der Pflege. Expertinnen und Experten prägen die Pflege, das Gesundheitswesen und seine Entwicklung durch das Beherrschen der nötigen Kompetenzen ganz entscheidend. Expertinnen und Experten fallen dadurch auf, dass sie berufsspezifische Aufgaben verantwortungsvoll ausüben und Schritt für Schritt vertiefen."

zVg.
  • Departement Bildung, Kultur und Sport