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Maturandinnen und Maturanden analysieren räumliche Prozesse im Kanton Aargau :
GIS Workshop an der Kantonsschule Wohlen am 20. November 2002

Die Auswirkungen des Sturms Lothar als Karte am Bildschirm darstellen? Unter der Leitung von Prof. Weibel und zwei Assistenten der Universität Zürich analysiert eine Gymnasialklasse didaktisch aufbereitete Raumdaten aus dem Aargauischen Geographischen Informationssystem (AGIS) der kantonalen Verwaltung, bearbeitet sie und stellt Karten her.

Am 20. November 2002 findet unter der Leitung des Geographischen Instituts der UNI Zürich an der Kantonsschule Wohlen ein Workshop zum Thema GIS-Einsatz an Mittelschulen statt. GIS steht für "Geographisches Informationssystem", ein in der Praxis weit verbreitetes, computergestütztes Raumanalysesystem.

Workshop mit experimentellem Charakter

Es geht darum, auf der Stufe Mittelschule Erfahrungen zu sammeln. Schüler sollen mit didaktisch gut aufbereiteten Datensätzen möglichst schnell zu den interessanten Fragestellungen vorstossen, diese selbst lösen und auf kreative, spielerische Weise weiterentwickeln können. Nach einem bewusst kurz gehaltenen Einstieg in die Thematik werden an Beispielen aus dem Lebensbereich der Schüler kleinere und grösser Projekte bearbeitet. Eine Übung hat die Auswirkungen des Sturms Lothar zum Thema, der im Aargau grosse Schäden und noch heute sichtbare Narben in der Landschaft hinterlassen hat.

Auch das Hochwasser von 1999 ist den Schülern noch in bester Erinnerung; daraus lassen sich interessante Verknüpfungen zur Raumplanung herstellen. Oder der Bereich der Immissionen: Die kantonale Fachstelle AGIS Koordination hat der Kantonsschule Wohlen auch zu diesem Thema sehr interessante GIS-Datensätze diverser kantonaler Fachstellen zur Verfügung gestellt. So sind zum Beispiel die Standorte des kantonalen Immissionsnetzes abrufbar. Vom Standort des eigenen Wohnortes lassen sich Aussagen im Bereich Strassenlärm, Flugverkehr, Starkstromleitungen und Mobilfunkantennen herleiten. Eine kurze Abschlusspräsentation gibt den Schülern einen Einblick in die aktuelle Forschungstätigkeit des Geographischen Instituts.

Einmaliges Koorperationsprojekt

Von grosser Bedeutung ist die Frage der praktischen Anwendbarkeit dieses interdisziplinären Software-Pakets auf der Mittelschulstufe. Deshalb wünschen sich die Organisatoren, dass möglichst viele Lehrkräfte auch ausserhalb des Fachbereichs Geographie teilnehmen und an der abschliessenden Evaluation des Workshops mitmachen. Derartige Kooperationsprojekte zwischen kantonalen Schulen, Verwaltungsstellen und der universitären Forschung sind eine einmalige Chance für die zukunftsgerichtete Ausbildung der aargauischen Jugend.

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