Massnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellenknappheit
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Verschiedene Aktivitäten koordinieren
Auch im Kanton Aargau ist die Lehrstellensituation dieses Jahr wieder angespannt und die Jugendarbeitslosigkeit hoch. Aufgrund dieser Tatsachen hat der Regierungsrat ein Massnahmenpaket gegen Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellenknappheit beschlossen.
Jugendarbeitslosigkeit ist eine sozialpolitische Zeitbombe und somit ein Problem der gesamten Volkswirtschaft und Gesellschaft. Jugendarbeitslosigkeit bedeutet auch eine Verschwendung volkswirtschaftlicher Ressourcen. Damit die Schweiz in einer Zeit zunehmender internationaler Mobilität und Konkurrenz ihren hohen Wohlstand halten kann, ist sie darauf angewiesen, dass weiterhin ein im internationalen Vergleich einmalig hoher Anteil der Bevölkerung erwerbstätig sein kann und es nur wenige Arbeitslose gibt. Eine der wichtigsten Voraussetzung dafür ist, dass alle Jugendlichen eine gute Schulausbildung erhalten, dass der Übergang aus der Volksschule in die Berufsausbildung oder einen andern Bildungsweg klappt und dass junge Menschen nach abgeschlossener Ausbildung rasch eine ihren Fähigkeiten entsprechende Erwerbstätigkeit finden. Läuft bei diesen Prozessen etwas falsch, ist die Gefahr gross, dass die betroffenen jungen Menschen für ihr ganzes Leben benachteiligt werden. Deshalb hat der Regierungsrat Massnahmen ergriffen, welche in enger Zusammenarbeit zwischen dem Departement des Innern (DI) und dem Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) entstanden sind.
Diese Massnahmen umfassen den Aufbau eines Netzwerks "Jugend und Arbeitsmarkt", welches die verschiedenen Aktivitäten koordiniert; die Schaffung einer Vermittlungsstelle für Praktikumsplätze, damit Jugendliche in ihrem Beruf nach der Ausbildung praktische Erfahrung sammeln können und ein Mentoring-Programm zur Begleitung von Jugendlichen bei der Lehrstellensuche. Bereits angelaufen ist das Projekt "Lehrstelle JETZT", das Jugendliche bei der Lehrstellensuche auch in diesem Sommer wieder unterstützt. Im Weiteren soll mittels Lehrstellenakquisition der Prozentsatz der ausbildenden Betriebe erhöht werden und im Rahmen des Projekts "Rent-a-Stift" orientieren Berufslernende in Abschlussklassen jugendgerecht über ihre Erfahrungen bei der Lehrstellensuche, im Betrieb und in der Berufsschule. Geplant ist auch in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsverbänden die Entwicklung von Massnahmen, welche die kleinen und mittleren Betriebe bei der Lehrlingsausbildung entlasten und unterstützen.
Auf der Internetseite www.vitaminL.ch werden sämtliche Massnahmen vorgestellt.