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MAR ermöglicht Schulbesuch im Aargau :
Mittelschulbesuch in Olten und Basel-Stadt wird nicht mehr finanziert

Der bisher mögliche Besuch von Maturitätsschulen in Olten und in Basel-Stadt durch Studierende aus dem Aargau wird ab dem kommenden Schuljahr 1999/2000 für Neueintretende vom Kanton nicht mehr finanziert. Mit der Umsetzung des Maturitäts-Anerkennungsreglementes (MAR) im Aargau entfallen die Begründungen für die alte Lösung.

Mit der Umgestaltung der gymnasialen Lehrgänge im Gefolge des neuen Maturitäts-Anerkennungsreglementes (MAR) werden an den Aargauer Mittelschulen die Maturitätstypen durch Maturitäten mit Profil ersetzt, womit alle sechs Aargauer Mittelschulen über praktisch identische Angebote verfügen.

Damit entfällt die Begründung für den Besuch des Wirtschaftsgymnasiums an der Kantonsschule Olten durch Studierende aus dem Raum Zofingen. Für diesen Schulbesuch wurden vom Kanton Aargau bisher die entsprechenden Schulgelder bezahlt. Dies wird ab dem Schuljahr 1999/2000 nicht mehr der Fall sein. Selbstverständlich finanziert der Aargau für die derzeit 54 Studierenden aus dem Aargau den Schulbesuch in Olten bis zum Abschluss der Matura weiterhin.

In diesem Zusammenhang wurde geprüft, welche weiteren ausserkantonalen Angebote von Maturitätsschulen weiterhin zu Lasten des Kantons offen bleiben sollen. Die Option Basel-Stadt wird aus verschiedenen Gründen auf Beginn des Schuljahres 1999/2000 ebenfalls gestrichen. Auch in diesem Fall ist die weitere Finanzierung bis zum Schulabschluss für die zurzeit rund 80 Studierenden aus dem Aargau in Basel-Stadt aber nicht betroffen. Der Übertritt wird in diesem Fall durch die Veränderung der Schul-struktur in Basel-Stadt behindert. Entweder würden den Fricktaler Bezirksschulen Schülerinnen und Schüler nach der 2. oder 3. Bezirksschule entzogen, oder es müssten für diese Schulen spezielle nach Basel-Stadt ausgerichtete Lehrpläne geschaffen werden. Im Falle eines Übertrittes nach der 2. oder 3. Bezirksklasse müssten die Gemeinden für das 8. und 9. Schuljahr (als Teil des Volksschulangebotes) an einem Gymnasium in Basel-Stadt jährliche Beiträge von 17 000 Franken pro Schüler bezahlen, wozu sie aber nicht gezwungen werden könnten. Der Schülerschaft aus dem Fricktal steht in Muttenz ein vollwertiges gymnasiales Angebot zur Verfügung, für das der Aargau weiterhin die Schulgelder übernimmt.

  • Staatskanzlei