Mangel an Fachkräften nimmt zu
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Aussprache mit den Branchenvertretern
In der Kontingentsperiode 1999/2000 sind markant mehr Kontingente für hochqualifizierte Fachkräfte bewilligt worden. Dabei standen die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen im Vordergrund. Die starke Nachfrage nach Fachkräften dürfte auch in den nächsten Monaten anhalten.
Am vergangenen Montag fand das jährliche Gespräch zwischen den Wirtschaftsverbänden und der kantonalen Verwaltung statt. Dabei bestätigten die Arbeitgeberverbände die positive Entwicklung der Beschäftigungslage. Die Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften ist aufgrund der verbesserten Wirtschaftslage sowie des Mangels an Spezialisten in Industrie und Gewerbe schwieriger geworden. Dies hat zu einer erheblichen Zunahme der Jahresaufenthalterkontingente geführt. Auch der Bestand der nicht kontingentierten Grenzgängerbewilligungen hat zugenommen.
Die starke Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften wird voraussichtlich auch in den nächsten Monaten anhalten. Der Bundesrat hat mit der Ausländerregelung 2000/2001 beschlossen, die Höchstzahlen der Kontingente im bisherigen Rahmen freizugeben. Für den Kanton Aargau sind dies 744 Jahresaufenthalter, 680 Kurzaufenthalter und 2'722 Saisonniers.
Voraussichtlich per 1. Juli 2001 tritt das Personenverkehrsabkommen für Bürgerinnen und Bürger aus der EU und der Schweiz in Kraft. Wesentlichste Neuerungen sind der Wegfall des Saisonnierstatuts, die schrittweise Liberalisierung der Einreisebestimmungen für Jahresaufenthalter, die Einführung der Kurzaufenthaltsbewilligung EG, das Recht auf Familiennachzug beim Kurzaufenthalter und die berufliche und geographische Mobilität.
Obwohl in immer mehr Branchen Arbeitskräftemangel herrscht, haben Arbeitslose mit geringen beruflichen Qualifikationen oder anderen Benachteiligungen (z.B. Alter, gesundheitliche Einschränkungen) nach wie vor grosse Mühe, wieder eine existenzsichernde Stelle zu finden. In Zukunft sind daher noch vermehrte Anstrengungen zur arbeitsmarktlichen Eingliederung wenig qualifizierter Arbeitsloser nötig.