Mädchen holen bei Direktübertritten auf
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Ergebnisse der Schulabgängerbefragungen STEP I und STEP II 2014
Die Direktübertrittsquote von der Volksschule in eine Ausbildung der Sekundarstufe II ist in den letzten Jahren stetig leicht gestiegen. Vor allem bei den Mädchen sind häufiger direkte Übertritte ohne Zwischenlösung zu verzeichnen. Noch immer interessiert sich die Mehrheit der Abgängerinnen und Abgänger der Volksschule für eine berufliche Grundbildung in einem Lehrbetrieb. Bei den Berufslernenden verfügen rund 80 Prozent bereits einige Monate vor Abschluss der Lehre über eine Anschlusslösung.
Seit einigen Jahren wird im Kanton Aargau mit der Erhebung STEP I erfasst, welche Wege die Jugendlichen nach Abschluss der obligatorischen Volksschule einschlagen. Die Erhebung STEP II gibt Auskunft über die Anschlusslösungen von Mittelschülerinnen und -schüler und von Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen Grundbildung.
Von der Volksschule direkt in eine nachobligatorische Ausbildung
Bei der erstmaligen Durchführung der Erhebung STEP I 2008 lag die Direktübertrittsquote nach der Volksschule (ohne Sonder- und Privatschulen) in eine nachobligatorische Ausbildung noch bei 77 Prozent. 2014 sind es 83 Prozent, die direkt in eine weiterführende allgemeinbildende Schule übertreten oder mit einer beruflichen Grundbildung starten. Über den ganzen Zeitraum hinweg fiel die Direktübertritts-quote für die Mädchen stets tiefer aus als für die Jungen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Mädchen häufiger als Jungen in Brückenangebote, andere Zwischenlösungen oder Praktika eintreten. Heute starten Mädchen öfters als noch vor ein paar Jahren direkt nach der Volksschule mit einer weiterführenden Ausbildung. Dennoch liegt die Direktübertrittsquote der Mädchen mit 80 Prozent immer noch unter derjenigen der Jungen (86 Prozent).
Berufsbildung ist nach wie vor gefragt
2014 treten rund 22 Prozent der Lernenden nach der Volksschule (inklusive Sonder- und Privatschulen) in ein Gymnasium oder eine Fachmittelschule über. Die berufliche Grundbildung in einem Lehrbetrieb bildet jedoch nach wie vor die meist gewählte Anschlusslösung. Rund 57 Prozent der Aargauer Jugendlichen entscheiden sich in diesem Jahr dafür. Damit bleibt der Anteil der Direktübertritte in eine Lehre weiterhin konstant. Von den insgesamt 6'495 Abgängerinnen und Abgängern der Volksschule verfügten 1,4 Prozent am Ende des Schuljahrs noch nicht über eine Anschlusslösung.
Weiterer Weg nach der Berufslehre
Wie die Erhebung STEP II 2014 zeigt, weiss die grosse Mehrheit (78 Prozent) der Absolventen einer Berufslehre zum Befragungszeitpunkt im Mai bereits, wie die Laufbahn nach der Lehre weitergehen soll. Etwa die Hälfte tritt in eine Erwerbsarbeit ein und ein knappes Fünftel plant eine weitere Ausbildung. Die Perspektiven unterscheiden sich jedoch je nach Ausbildungsniveau und je nach Berufsbereich. Der Anteil der Lernenden ohne Anschlusslösung ist zum Befragungszeitpunkt bei Absolventen mit Berufsattest oder Anlehre mit 39 Prozent rund viermal höher als bei Lernenden mit Berufsmaturität. Bei Lernenden aus dem Bereich KV und Detailhandel ist die entsprechende Quote in den letzten Jahren auf 28 Prozent gestiegen und liegt deutlich höher als in anderen Berufsbereichen.
Die Statistiken sind unter www.ag.ch/statistik > Themen > Gesellschaft > Bildung zu finden.