Lenzburg – Zubringer A1/Knoten Neuhof: Baubeginn voraussichtlich 2018
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Abweisung der offenen Einwendungen im Lenzburger Strassenbau-Grossprojekt ist rechtsgültig
Der Regierungsrat genehmigte am 14. Dezember 2016 das Grossprojekt "A1-Zubringer Lenzburg; Knoten Neuhof" und wies die offenen Einwendungen – unter anderem zur Führung der Buslinie 393 via Othmarsingerstrasse – ab. Während der Rechtsmittelfrist ging keine Beschwerde ein. Die Entscheide des Regierungsrats sind damit rechtskräftig und das Projekt kann weitergeführt werden. Der Baustart erfolgt voraussichtlich 2018.
Die Leistungsfähigkeit des heute mit einem Lichtsignal gesteuerten Knotens Neuhof am A1-Zubringer Lenzburg (K 123/K 247) genügt seit längerer Zeit nicht mehr. Nicht nur in den Spitzenstunden, sondern auch tagsüber treten Verkehrssituationen auf, in denen der Verkehr in allen drei Richtungen (Bünztal, Stadt Lenzburg und A1) weiträumig Stau verursacht. Aufgrund der prognostizierten Verkehrszunahme für die Region sind Massnahmen zur Verbesserung des Verkehrsablaufs dringend notwendig.
Mit dem kantonalen Strassenbauprojekt werden die Verkehrsströme am Knoten Neuhof durch einen neuen Tagbautunnel entflechtet. Die Verkehrsströme von der Autobahn Richtung Bünztal und umgekehrt können durch den neuen Tunnel kreuzungsfrei unter dem Knoten Neuhof hindurchgeführt werden. Die Leistungsengpässe werden behoben und die Verkehrssicherheit erhöht. Als flankierende Massnahme wird der Verkehr Richtung Stadt Lenzburg am Knoten Neuhof auf die verfügbaren Strassenkapazitäten im Zentrum von Lenzburg dosiert.
Widerstand gegen die Busführung durch die Othmarsingerstrasse
In der Volksabstimmung vom 3. März 2013 bestätigten die Aargauer Stimmberechtigten den Kredit in der Höhe von 75 Millionen Franken und stimmten damit der Umsetzung des kantonalen Strassengrossprojekts "A1-Zubringer Lenzburg; Knoten Neuhof" zu. Während der öffentlichen Auflage des Projekts im Sommer 2014 gingen elf Einwendungen ein, davon eine Sammeleinwendung mit 123 Mitunterzeichnern.
Obwohl die Hauptelemente des Projekts nicht bestritten waren, blockierten die Einwendungen das Projekt. Die Einwender bemängelten neben Eingriffen auf privaten Parzellen und der Radquerung am Kreisel Gexi hauptsächlich die Verlegung der Buslinie 393 auf die Othmarsingerstrasse, respektive die notwenigen Anpassungen der Gestaltungsanpassungen in der Othmarsingerstrasse.
In Zusammenarbeit mit der Stadt Lenzburg konnten durch Zusicherungen und geringfügige Projektanpassungen sechs Einwendungsrückzüge erwirkt werden. Die Zusicherungen betreffen unter anderem die Optimierung der Gestaltung der Othmarsingerstrasse und die Durchführung eines Verkehrsmonitorings. Im Weiteren hat der Stadtrat Lenzburg den Einwendern zugesichert, die Umgestaltung der Othmarsingerstrasse in den Aufgaben- und Finanzplan aufzunehmen und das Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) in Form eines Bauprojekts öffentlich aufzulegen. Mit den vorgesehenen Massnahmen soll die Othmarsingerstrasse mittelfristig saniert und aufgewertet werden.
Abweisung der Einwendungen durch den Regierungsrat
Am 14. Dezember 2016 bestätigte der Regierungsrat die gemachten Zusicherungen und wies die offenen Einwendungen ab. Die nicht zurückgezogenen Einwendungen betrafen hauptsächlich die Verlegung der Buslinie 393 auf die Othmarsingerstrasse.
Danach wurden die Entscheide des Regierungsrats, das Projekt sowie der Umweltverträglichkeitsbericht gemäss Art. 20 der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) während 30 Tagen öffentlich aufgelegt. Während dieser Frist ging keine Beschwerde ein. Damit sind die Einwendungsentscheide und die Projektgutheissung des Regierungsrats rechtskräftig. Die Planung des Projekts kann nun durch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt weitergeführt werden.
Weitere Verfahrensschritte bis zum Baustart
Als nächster Verfahrensschritt steht der Landerwerb an. Parallel dazu wird die Submission der Hauptarbeiten vorbereitet. Der Baubeginn erfolgt voraussichtlich 2018. Die Bauzeit wird rund drei Jahre betragen.