Leistungsauftrag 2018 bis 2020 für die Fachhochschule Nordwestschweiz genehmigt
:
Jahresbericht 2016 durch grossrätliche Kommission zur Kenntnis genommen
Die grossrätliche Kommission für Bildung, Kultur und Sport (BKS) hat den Leistungsauftrag der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) für die Jahre 2018 bis 2020 einstimmig genehmigt und den Jahresbericht 2016 mit Anerkennung zur Kenntnis genommen. Der Finanzbedarf für die Leistungsperiode 2018–2020 wird um 28 Millionen Franken reduziert.
Die Regierungen der vier Trägerkantone der FHNW (AG, BL, BS und SO) anerkennen den finanziellen Mehrbedarf der FHNW für die Leistungsperiode 2018–2020 in der Höhe von 18,8 Millionen Franken und den daraus resultierenden Totalbetrag von 716,8 Millionen Franken. Die angespannte Finanzlage in mehreren der vier Trägerkantone führt jedoch zu einer Reduktion des Finanzbedarfs um 28,0 Millionen Franken auf 688,8 Millionen Franken. Diese Kürzung wird unter anderem durch die Erhöhung der Drittmittel, die Streichung des Leerstands-Risikozuschlags bei der längerfristigen Vermietung von Campus-Bauten oder die Reduktion des Finanzbedarfs beim Personal- und Sachaufwand erreicht. Zudem soll die FHNW ihre strategische Weiterentwicklung im Umfang von 12,0 Millionen Franken vollumfänglich aus ihrem Eigenkapital finanzieren. Der Globalbeitrag der vier Trägerkantone für die Leistungsauftragsperiode 2018–2020 liegt somit bei 676,8 Millionen Franken und ist um 5,9 Millionen Franken tiefer als in den Jahren 2015–2017.
Der Kanton Aargau beteiligt sich mit 240,7 Millionen Franken. Im Vergleich zur Leistungsperiode 2015–2017 liegt der Betrag um 4,1 Millionen Franken tiefer.
Die Kommission BKS hat den Leistungsauftrag einstimmig genehmigt und den Verpflichtungskredit für einen einmaligen Bruttoaufwand von 240,7 Millionen Franken grossmehrheitlich beschlossen.
Gezieltes und differenziertes Wachstum bei den Studierenden
Angesichts des Fachkräftemangels plant die FHNW in den drei Fachbereichen Technik, Architektur, Bau und Geomatik sowie Wirtschaft die Wachstumsrate bei den Neueintritten stabil hoch zu halten (durchschnittlich 6 bis 9 Prozent). Bei der Hochschule für Life Sciences sowie der Hochschule für Pädagogik wird mit einer weiteren Zunahme von Neueintritten von rund 2 beziehungsweise 3 Prozent gerechnet. Ein Numerus Clausus soll hingegen weiterhin die Zahl der Neueintritte bei vier Hochschulen (Angewandte Psychologie, Gestaltung und Kunst, Musik sowie Soziale Arbeit) regeln und auf einem stabilen Niveau halten.
Jahresbericht der FHNW für das Jahre 2016
Die Kommission BKS hat die positiven Ergebnisse der FHNW für das Jahr 2016 mit Anerkennung zur Kenntnis genommen und den Jahresbericht (inklusive Jahresrechnung) einstimmig genehmigt.
Die Zahl der Studierenden ist weiter angestiegen, und zwar um sechs Prozent (626 Studierende) auf 11'888. Das Wachstum fand – wie im Leistungsauftrag 2015–2017 vorgesehen – vor allem in der Hochschule für Wirtschaft und in der Pädagogischen Hochschule (je acht Prozent) sowie in der Hochschule für Technik (vier Prozent) statt.
Die beiden Botschaften werden voraussichtlich am 12. September 2017 im Grossen Rat diskutiert.