Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

"Lehrstelle - Jetzt" verhalf vielen Jugendlichen zu einem Ausbildungsplatz :
Von 278 Teilnehmenden fanden 151 eine Lösung, 77 eine Teillösung

Im Sommer 2004 initiierte das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) das Projekt "Lehrstelle - Jetzt". Zusammen mit den Berufs-informationszentren wurde ein Beratungs- und Coaching-Angebot für Schulaustretende ohne Anschlusslösung aufgebaut. Jetzt liegt der Schlussbericht zum Projekt vor.

In den Berufsinformationszentren (BIZ) in Aarau und Baden unterstützten in der Zeit von Mai bis September 2004 vier temporär angestellte Berufsberaterinnen und Berufsberater insgesamt 278 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem ganzen Kanton bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Für 54 Prozent der Teilnehmenden konnte eine adäquate Lösung (Lehr- oder Anlehrstelle, schulische Lösung) erreicht werden und für 28 Prozent eine Teillösung (Motivationssemester, Arbeitsstelle). 14 Prozent hatten auch nach intensiver Beratung keine Anschlusslösung gefunden.

Von den Teilnehmenden sind 55 Prozent weiblichen Geschlechtes und 53 Prozent Schweizerinnen und Schweizer. Mehr als ein Viertel der Ratsuchenden hatte zum Zeitpunkt des BIZ-Besuches bereits ein oder mehrere Zwischenjahre absolviert.

Die Gründe für das Scheitern auf dem Lehrstellenmarkt sind vielfältig. Individuelle Gründe (Auftreten, Leistungsdefizite, Lernprobleme, Schulstufe, Sprache, Durchhaltevermögen, Fixiertheit in der Berufswahl) oder soziale Faktoren (Herkunft, schichtspezifisches Verhalten, Nichteinhalten der Spielregeln im Bewerbungsprozess) sind ebenso ausschlaggebend wie das ungenügende Lehrstellenangebot.

Viele positive Rückmeldungen

Die oft schwierigen Problemstellungen der Ratsuchenden verlangten ein über die Beratung hinausgehendes zeitintensives Coaching. Die Rückmeldungen in der abschliessenden Evaluation fielen mehrheitlich positiv aus. Jugendliche und ihre Eltern zeigten sich erleichtert und erfreut, in der schwierigen Situation Ansprechpersonen und Hilfe gefunden zu haben. Ohne die fachkundige Unterstützung hätten viele Schulaustretende vorzeitig aufgegeben.

Wesentlich zum Erfolg beigetragen haben die hohe Verbindlichkeit der Beratung, das konsequente Dranbleiben und die Türöffneraktivitäten der Beraterinnen und Berater bei den Lehrbetrieben. Einige Betriebe entschlossen sich angesichts der schwierigen Situation spontan dazu, einen neuen Ausbildungsplatz anzubieten.

Bei allen beteiligten Partnern setzt sich die Erkenntnis durch, dass sowohl im bildungspolitischen wie auch im wirtschaftlich-gesellschaftlichen Interesse eine Weiterführung im Jahr 2005 unabdingbar ist. Die Vorbereitungsarbeiten sind angelaufen.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport