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Lehrpersonen auf FH-Stufe ausbilden :
Aufsichtskommissionen der Aargauer Lehrerbildungsinstitute für Zusammenführung

Die Aufsichtskommissionen (AK) der Aargauer Lehrerbildungsinstitute plädieren für die Zusammenführung der heutigen vier Ausbildungsstätten im Kanton. Die AK vertreten zudem gemäss einer Medienmitteilung die Ansicht, dass die Lehrerbildung inskünftig auf Niveau Fachhochschule stattfinden soll.

Am Samstag haben sich die Aufsichtskommissionen (AK) der Lehrerbildungsinstitute des Kantons (Höhere Pädagogische Lehranstalt HPL Zofingen, Didaktikum Aarau, Kantonales Seminar Brugg, Lehramtsschule Aarau) erstmals zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen, an der die Perspektiven der aargauischen Lehrerbildung für eine gemeinsame Zukunft erörtert wurden.

Fachhochschulniveau ist zwingend

Die EDK-Anerkennungsreglemente, basierend auf einem Konkordat aller Kantone, schaffen die Voraussetzung für eine gesamtschweizerische Anerkennung der Lehrerausbildungen, wie dies in praktisch allen andern Berufsfeldern üblich ist. Die aargauische Lehrerausbildung gerät damit in eine Wettbewerbssituation. Allein Ausbildungen mit schweizerischer Anerkennung werden eine mittel- und langfristige Entwicklungs- und Überlebenschance haben. Nur Lehrdiplome von Fachhochschulen können aber diese Anerkennung erhalten. Wenn der Kanton Aargau weiterhin selber Lehrerinnen und Lehrer ausbilden möchte, muss er deshalb nach Ansicht der AK die Lehrerbildung unabhängig von andern sachlichen Gründen zwingend auf Fachhochschulniveau heben.

Zusammenführung wirtschaftlich notwendig

Die Zusammenführung der vier bisher separaten Institute HPL Zofingen, Didaktikum Aarau, Kantonales Seminar Brugg und Lehramtsschule in Aarau ist aus ökonomischen und sachlichen Gründen geboten und vernünftig. Eine gemeinsame Ausbildungsstätte fördert ein gemeinsames Verständnis des Berufsauftrages. Sie ermöglicht fachliche und personelle Konzentration in den Ausbildungskadern und sie bleibt auch mit rund 800 Studierenden von überschaubarer Grösse. Wesentlich gestützt wird das erforderliche Profil durch die möglichst vollständige Integration der Lehrerbildung in die geplante gemeinsame Fachhochschule der Kantone Aargau und Solothurn.

Auch Lehrerbildung ist Berufsbildung

Die Öffnung der Lehrerbildung gegenüber anderen Berufen in einer gemeinsamen FH im Bereich der Gesundheit, des Sozialen, der Wirtschaft, Technik und der Gestaltung ist nach Meinung der AK angezeigt und sinnvoll. Damit können wertvolle Vernetzungen und gegenseitige Synergien erzielt werden. Die Frage des künftigen Standortes sollte nach langfristigen sachlichen Kriterien entschieden werden. Die AK fordern Parlament und Regierung darum auf, die aargauische Lehrerbildung im Sinne der Qualitätssicherung und -entwicklung des Wirtschafts- und Kulturstandortes Aargau so rasch als möglich als integralen Teil der Fachhochschule zu führen.

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