Lärmschutzarbeiten auf der A1 und der A3 sollen 2008 beginnen
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Weniger Lärm für Autobahn-Anwohner
Auf der A3 zwischen Kaiseraugst und Effingen sowie der A1 zwischen Lenzburg und Birrhard sollen ab 2008 verschiedene Lärmschutzmassnahmen umgesetzt werden. Zuständig für diese Arbeiten ist aber nicht mehr der Kanton, sondern der Bund.
Lärm ist ein oft unterschätztes Problem: "Ein Viertel der Aargauer Bevölkerung fühlt sich zu Hause oder am Arbeitsplatz vom Verkehrslärm gestört", sagte Peter C. Beyeler an der Gemeinde- und Medieninformation zu den geplanten Lärmschutzmassnahmen auf der A3 und der A1. Auf der A3 verkehren heute täglich bis zu 50000 Fahrzeuge. Das ist deutlich mehr als prognostiziert. Ausserdem hat sich gezeigt, dass sich die akustischen Eigenschaften des verwendeten Strassenbelages im Lauf der letzten zehn Jahre verschlechtert haben. Folge: Die vorgeschriebenen Lärmgrenzwerte können nur eingehalten werden, wenn auf der A3 zwischen Kaiseraugst und Effingen zusätzliche Schutzmassnahmen ergriffen werden. Aus Sicht des Aargaus ist dabei das Aufbringen eines so genannten Drainbelages die beste und wirtschaftlichste Lösung. Er ist bis zu fünf Dezibel leiser als herkömmliche Schwarzbeläge, und dadurch müssen auch weniger Lärmschutzwände gebaut werden. Zum Vergleich: Eine Reduktion um drei Dezibel entspricht lärmmässig der Halbierung der Verkehrsmenge.
Den letzten Entscheid fällt aber der Bund, denn gemäss Neugestaltung Finanzausgleich und Aufgabenteilung kurz NFA übernimmt das Bundesamt für Strassen (ASTRA) ab 2008 die volle Verantwortung für alle Nationalstrassen. Das betrifft sowohl Bau, Unterhalt und Betrieb wie auch die Finanzierung. Die auf der A3 geplanten Lärmsanierungen werden deshalb durch das ASTRA ausgeführt.
Gleiches gilt für die Lärmschutzmassnahmen auf der A1 zwischen Lenzburg und Birrhard. Auch dort hat der Kanton Aargau auf der ganzen Strecke einen Drainbelag vorgesehen. Dazu kommen weitere Massnahmen wie Lärmschutzwände sowie die Halbüberdeckung in Lenzburg. Die Arbeiten auf der A1 werden frühestens 2008 beginnen und vier Jahre dauern. Die Gesamtkosten für die Lärmschutzmassnamen auf der A1 und A3 betragen gesamthaft rund 60 Millionen Franken.