Kriminalität gegenüber dem Vorjahr gesunken
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Aargauer Kriminal- und Unfallstatistik 1999
Bei den polizeilich registrierten Delikten nach Strafgesetzbuch ist trotz Zunahme der Raubdelikte gegenüber 1998 gesamthaft nochmals ein leichter Rückgang von 1,6 % zu verzeichnen. Negativ präsentiert sich leider die Unfallstatistik, ist doch die Zahl der Unfalltoten von 26 auf 38 angestiegen.
Die Zahlen über die Entwicklung der polizeilich erfassten Delikte und der Strassenverkehrsunfälle stossen bei der Bevölkerung jedes Jahr auf grosses Interesse. An einer Medienkonferenz in Aarau erläuterten am Freitag der Aargauer Polizeidirektor, Regierungsrat Kurt Wernli, zusammen mit der Führungsspitze des kantonalen Polizeikorps, Polizeikommandant Léon Borer, Urs Winzenried (Chef Kriminalpolizei) und Hanspeter Furrer (Chef Verkehrspolizei) die Ereignisse und Entwicklungen im Jahr 1999. Regierungsrat Kurt Wernli: "Die Kantonspolizei hat dank professioneller Arbeit auch 1999 die Sicherheit der Bevölkerung unseres Kantons grösstenteils gewährleisten können. Sie hat gute Arbeit geleistet und die vorhandenen Mittel optimal eingesetzt."
Kriminalstatistik
Bei den Delikten nach Strafgesetzbuch ist ein Rückgang um 1,6% von 36'902 auf 36'305 Delikte zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote konnte gegenüber dem Vorjahr um fast 6% auf 45,5% gesteigert werden. Mit 5'320 sind die Betäubungsmitteldelikte praktisch gleich geblieben. Die Zahl der Drogentoten sank deutlich auf 3 gegenüber 7 im Vorjahr. Von 12 Tötungsdelikten, 3 vollendet, 9 Versuche, konnten alle aufgeklärt werden. Eine absolute Höchstzahl zeigen leider mit 108 Fällen die Raubdelikte. In 41% der Fälle waren Passanten die Opfer. In 12 Fällen wurden Banken oder Postämter überfallen. Den grössten Anteil an der Kriminalität machten auch im letzten Jahr die 23'681 Vermögensdelikte aus. Insgesamt wurden 4'140 Einbruch- und Einschleichediebstähle verübt, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 12,5% entspricht. Davon fallen 1'090 Fälle auf den Wohnbereich, wobei hier der Rückgang gegenüber 1998 sogar 28,1% beträgt. Erreicht wurde dieses gute Resultat einerseits durch einen verstärkten Einsatz der Polizei ("Crime Stopper") und andererseits aber auch durch eine vermehrte Sensibilisierung der Bevölkerung. Im Bereich der Vergewaltigungen waren 60 Fälle gegenüber 55 im Vorjahr zu verzeichnen. Mit 87% kann hier die Aufklärungsquote als gut bezeichnet werden.
1999 konnten insgesamt 13'938 Straftäterinnen und Straftäter durch die Polizei ermittelt werden. Mit 20,2% ist der Frauenanteil tendenziell steigend. Die Ausländerkriminalität stellte auch 1999 ein Problem dar, stieg doch der Anteil der ausländischen Täterschaft im Kanton Aargau mit 50,6% erstmals auf über 50%. Von 7'048 ausländischen Straftäterinnen und Straftätern hatten 4'234 Wohnsitz in der Schweiz und 2'810 im Ausland.
Unfallstatistik
1999 ereigneten sich auf dem Strassennetz des Kantons Aargau 4'398 Verkehrsunfälle gegenüber 4'297 im Vorjahr. Die Zahl der Verletzten ist mit 2'706 um 17,95% angestiegen. Nach einem Rekordtief im Jahre 1998 mit 26 Verkehrstoten ist im letzten Jahr die Zahl der Opfer leider wieder auf 38 angestiegen. Bei 8 Verkehrsunfällen mit Todesfolge war Alkohol im Spiel.
Die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Fussgängern ist mit 179 gegenüber dem Vorjahr ungefähr gleich geblieben. Die Zahl der Todesopfer verringerte sich hier von 8 auf 5. Bei 100 Unfällen auf Fussgängerstreifen war erfreulicherweise nur einer mit Todesfolge.