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Konsequente Umsetzung der Feuerbrandstrategie trägt Früchte :
Feuerbrandkontrollen im August

Die Besitzer von Kernobstbäumen und die Obstbranche können aufatmen. Die gefährliche Bakterienkrankheit Feuerbrand gefährdet auch 2014 die Obstbäume im Kanton Aargau nur in geringem Umfang. Wirtspflanzen, die später im Jahr geblüht haben, dürften erfahrungsgemäss stärker vom Feuerbrand betroffen sein.

Aufgrund der konsequenten Bekämpfung des Feuerbrands in der Vergangenheit ist das Infektionspotential in diesem Jahr tief. Dank der kühlen und nassen Witterung zur Kernobstblüte im April und Anfang Mai konnte sich das Feuerbrandbakterium zudem kaum ausbreiten. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde nur vereinzelt Befall von Kernobstbäumen durch Feuerbrand gemeldet. Ein Einsatz des Antibiotikums Streptomycin musste im Kanton Aargau, wie in der ganzen Schweiz, nicht vorgenommen werden.

Kontrollen im August

Mit Befall gerechnet werden muss aufgrund der warmen und guten Infektionsbedingungen Ende Mai und im Juni vor allem bei spätblühenden Wirtspflanzen wie Weissdorn, Cotoneaster und Feuerdorn. Erste Schadsymptome sind jetzt gut sichtbar und erster Befall auf Cotoneaster dammeri konnte in den letzten Tagen entdeckt werden. Aus diesem Grund werden die für Feuerbrand verantwortlichen Personen in den Aargauer Gemeinden im August Kontrollen durchführen. Das Augenmerk wird vor allem auf Weissdorn, Cotoneaster und Feuerdorn gelegt.

Erfolgreiches Projekt Hochstamm-Ersatzpflanzungen

Seit 2012 wird für jeden aufgrund von Feuerbrandbefall gerodeten Hochstammbaum kostenlos ein Jungbaum zur Verfügung gestellt. Diese Massnahme soll mithelfen, den für die Kulturlandschaft wichtigen Hochstammbestand im Aargau zu stabilisieren. Aufgrund des tiefen Befallsdrucks im 2013 mussten erfreulicherweise nur rund 30 Hochstammbäume gerodet werden (2012: 230 Rodungen). Rund 90 Prozent dieser gerodeten Bäume wurden durch Jungbäume ersetzt. Die betroffenen Besitzer konnten neben Kernobstsorten auch Steinobst-Hochstammbäume oder weitere hochstämmige Feldbäume (z. B. Linde) pflanzen. Auch in diesem Jahr kann damit gerechnet werden, dass im ganzen Kanton kaum Hochstammobstbäume infolge Feuerbrandbefalls gerodet werden müssen. Diese Annahme stützt sich auf die ersten Kontrollen, die durchgeführt wurden.

Verwechslung mit Blütenmonilia

Die nasskalte Witterung während der Blüte des Kern- und Steinobsts in diesem Frühling hat zu einem starken Befall durch Blütenmonilia geführt. Als Folge dieser Pilzkrankheit sterben einzelne Blütenbüschel oder ganze Triebspitzen ab. Das Schadbild wird sehr oft mit demjenigen des Feuerbrandes verwechselt. Um festzustellen, um welche Krankheit es sich handelt, sollen verdächtige Pflanzen umgehend der für Feuerbrand verantwortlichen Person der Gemeinde gemeldet werden (Liste unter www.feuerbrand-ag.ch abrufbar). Wegen der grossen Verschleppungsgefahr sollen verdächtige Pflanzen nicht berührt werden.

Zur Erinnerung, die wichtigsten und am meisten verbreiteten Wirtspflanzen des Feuerbrandes sind: Apfel- und Birnbaum, Quitte, Weissdorn, Cotoneaster, Feuerdorn, Mehlbeere, Vogelbeere und Scheinquitte.

Feuerbrand-Befallsübersicht Aargau 2014

Bisher wurde in neun Gemeinden Feuerbrandbefall festgestellt: Boniswil, Sarmenstorf, Muri, Unterkulm, Dietwil, Reinach, Attelwil, Staffelbach, Dürrenäsch. Betroffene Wirtspflanzen sind v.a. Cotoneaster, Birnbäume und eine Kernobstanlage in Dietwil.

  • Departement Finanzen und Ressourcen