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Klarheit über Deponien und Unfallstandorte :
Kataster der belasteten Standorte: weniger Einträge als erwartet

Im Bezirk Laufenburg erhalten Eigentümer von ehemaligen Deponien oder von Grundstücken, die als Unfallstandorte gelten, Anfang nächster Woche Post. Sie werden über den Eintrag ihres Grundstücks in den Kataster der belasteten Standorte (KBS) informiert. Die Information in den übrigen Aargauer Bezirken erfolgt gestaffelt. Anfang 2006 wird der KBS veröffentlicht.

Das Baudepartement hat die Arbeiten zur Erfassung der ehemaligen Abfalldeponien und Unfallstandorte für den Kataster der belasteten Standorte abgeschlossen. Von 3800 ursprünglich erfassten Standorten verbleiben noch deren 1300, die mit grosser Wahrscheinlichkeit belastet sind und deshalb in den Kataster aufgenommen werden müssen. Rund 10% davon müssen aufgrund möglicher Gefahr für das Trinkwasser näher untersucht werden. Bei den übrigen Fällen sind entweder keine Abklärungen notwendig oder nur dann, wenn Bauvorhaben geplant sind.

Nach den Datenerhebungen und den Befragungen von Gemeindenvertretern und Grundeigentümern sowie der Recherche in Archiven sind jene ehemaligen Deponien und Unfallstandorte verblieben, die mit Abfällen und Schadstoffen belastet sind. Bei den rund 70 Unfallstandorten handelt es sich meist um Grundstücke, auf denen sich Mineralölunfälle ereignet haben und entsprechend mit Rückständen im Untergrund gerechnet werden muss. Bei den ehemaligen Deponien (Ablagerungsstandorte) gelten diejenigen als belastet, die mit Produktionsabfällen aus der Industrie, mit Hauskehricht oder Bauabfällen aufgefüllt wurden.

Die Eigentümer dieser Grundstücke werden nun sukzessive über den Eintrag in den Kataster informiert. Die Information erfolgt gestaffelt nach Bezirken und soll Ende 2005 abgeschlossen sein.

Als Dienstleistung für die betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer hat der Kanton eine telefonische Hotline eingerichtet. Fachspezialisten beantworten Fragen rund um den geplanten Eintrag in den KBS. Die Eigentümer haben zudem nochmals die Möglichkeit zur Stellungnahme und können rechtlich gegen den vorgesehenen Eintrag vorgehen. Ab Anfang 2006 werden die Informationen über Unfall- und Ablagerungsstandorte öffentlich zugänglich sein.

Mit dem Abschluss der Erfassung der Ablagerungs- und Unfallstandorte ist der Aargauer Kataster der belasteten Standorte zur Hälfte fertig gestellt. Die jetzt noch ausstehende Erhebung der Betriebsstandorte, das heisst Gewerbe- und Industriebtriebe mit Schadstoffbelastungen im Untergrund, wird voraussichtlich bis Ende 2008 abgeschlossen sein. Zurzeit starten bezirksweise die dafür notwendigen Befragungen von Wissensträgern in den Gemeinden.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt