KIGA macht sich fit für die Zukunft
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Umfassende Optimierung der Organisation
Seit Beginn 2000 richtet sich die Finanzierung des KIGA nicht mehr allein nach den entstehenden Kosten, sondern auch nach den erzielten Wirkungen. Arbeitet das KIGA mit den Mitteln der Arbeitslosenversicherung erfolgreich, erhält der Kanton Aargau einen Bonus, andernfalls wird ihm ein Malus belastet.
Als Antwort auf den neuen Leistungsauftrag und auf die Veränderungen im Arbeitsmarkt hat das Departement des Innern einen umfassenden Optimierungsprozess im KIGA eingeleitet. Mit einem neuen, zukunftsweisenden Führungsintrumentarium wird innerhalb der aargauischen Verwaltungslandschaft Neuland betreten.
An einer Medienkonferenz orientierte der Vorsteher des Departements des Innern, Regierungsrat Kurt Wernli, über die Ziele und Schwerpunkte des Optimierungsprozesses. Angestrebt wird neben mehr Effizienz vor allem mehr Anpassungsfähigkeit an die sich immer rascher ändernden Arbeitsmarktverhältnisse.
Bis spätestens im Frühherbst 2000 soll aufgezeigt werden, wo und wie die KIGA-Kapazitäten den sinkenden Stellensuchenden- und Arbeitslosenzahlen anzupassen sind. Rund 40 Stellen (22 Prozent) sind in den vergangenen zwei Jahren bereits abgebaut worden. Der Abbau kann jedoch nicht einfach linear und zufällig (d.h. dort, wo jemand kündigt) erfolgen, sondern erfordert strukturelle und qualitative Veränderungen der Organisation und des Dienstleistungsangebots.
Regierungsrat Wernli betonte denn auch, dass die Personalbestände nicht proportional zur rückläufigen Arbeitslosen- und Stellensuchendenzahl gesenkt werden. Unter den heutigen Arbeitslosen ist der Anteil der beruflich wenig qualifizierten Stellensuchenden sehr hoch. Sie benötigen wesentlich mehr Beratung und Unterstützung als die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die vor zwei oder drei Jahren arbeitslos waren. Zudem würden ohne Unterstützung durch die RAV und ohne arbeitsmarktliche Massnahmen viele Stellensuchende arbeitslos, d.h. sie würden länger Arbeitslosentaggelder beziehen.
KIGA-Chef Hermann Engler, der Leiter der KIGA-Sektion arbeitsmarktliche Massnahmen Godi Neeser und der neue Leiter der RAV-Koordination Guido Pfister zeigten im Detail auf, wie auf die veränderte Arbeitsmarktlage reagiert wird und wie bedeutend die neue Leistungsvereinbarung für das KIGA ist. In Zukunft wird finanziell nicht mehr entscheidend sein, was man macht, sondern was man erreicht.