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Keine Wasserentnahme mehr aus der Bünz :
Situation auch bei anderen Bächen im Kanton kritisch

Die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen und die damit verbundenen geringen Abflussmengen haben zur Folge, dass aus der Bünz und ihren Seitenbächen ab sofort kein Wasser für landwirtschaftliche Zwecke mehr entnommen werden darf.

Die andauernde Hitze hat dazu geführt, dass die Abflussmengen der Bünz und ihrer Seitenbäche in den vergangenen Tagen auf ein so tiefes Niveau gesunken sind, dass Wasserentnahmen für landwirtschaftliche Zwecke ab sofort nicht mehr möglich sind.

Die geringe Abflussmenge, kombiniert mit den aktuell hohen Wassertemperaturen, gefährdet die Fische. Bereits mussten mehrere kritische Bachabschnitte ausgefischt und die Tiere umgesiedelt werden.

Dazu Peter Berner, Projektleiter in der Abteilung Landschaft und Gewässer des Baudepartements: "Die Situation ist kritisch. Wenn in den nächsten Tagen keine nennenswerten Niederschläge fallen, ist es gut möglich, dass wir noch weitere Bäche für landwirtschaftliche Wasserentnahmen sperren müssen".

Dieser Wasserentnahme-Stopp für die Bünz hat einschneidende Auswirkungen auf einzelne landwirtschaftliche Betriebe. Dennoch kann nur der solidarische Verzicht auf Wasserentnahmen ein Fischsterben vermeiden.

Zum heutigen Zeitpunkt können nur noch neue Bewilligungen für Wasserentnahmen aus Aare, Reuss, Limmat, Rhein sowie aus dem Hallwilersee zum Bewässern der Felder erteilt werden. Dafür ist jeweils eine individuelle Bewilligung vom Baudepartement nötig.

  • Staatskanzlei