Keine Öffnung von A3-Halbanschluss
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Regierungsrat beantragt Verzicht auf Halbanschluss Schinznacherfeld
Der Regierungsrat will auf die Öffnung des A3-Halbanschlusses Schinznacherfeld sowie die Umfahrungen Veltheim, Villnachern und Umiken verzichten. Er beantragt dem Grossen Rat in einer Botschaft, den kantonalen Richtplan entsprechend anzupassen.
Verkehrsuntersuchungen haben gezeigt, dass es ein Schritt in die falsche Richtung wäre, den Halbanschluss Schinznacherfeld an die A3 zu öffnen. Dies aus mehreren Gründen: Der Halbanschluss würde zwar den umliegenden Gemeinden gewisse Vorteile bringen und in sehr limitiertem Umfang dem Raum Lenzburg/Wildegg nützen. Auf der anderen Seite brächte das gesteigerte Verkehrsaufkommen aber eine Reihe negativer Auswirkungen mit sich. So müsste dem Mehrverkehr auf der Zubringerachse mit Ortsumfahrungen in Veltheim, Villnachern und Umiken begegnet werden, was hohe Kosten verursacht und gleichzeitig weiteren Verkehr auf die Achse links der Aare anziehen würde. Damit liesse sich mit einem Halbanschluss die Lebens- und Wohnqualität im Raum Aaretal nicht verbessern, sondern diese würde sich deutlich verschlechtern.
Die angestrebte Richtplan-Anpassung entspricht deshalb auch den vom Grossen Rat angestrebten Zielen, wie sie in den Planungsberichten raumentwicklungAARGAU und mobilitätAARGAU festgehalten sind. Diese sehen das Aaretal zwischen Aarau und Brugg als hochwertigen Lebens- und Wohnraum, der nicht mit zusätzlichem Verkehr belastet werden sollte.
Auch wenn der Halbanschluss Schinznacherfeld aus dem Richtplan gestrichen wird, bleibt er aber in seiner heutigen Funktion als Notfall- und Werkanschluss bestehen.