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Kantonsspital Aarau: Abschluss besser als budgetiert :
Stationärer Bereich unverändert, ambulanter legt zu

Das finanzielle Gesamtergebnis 1999 des Kantonsspitals Aarau ist erfreulich. Gemessen am leistungsabhängigen Globalkredit wurde mit einem Gewinn von CHF 6'218'000 abgeschlossen.

1999 wurden 20'262 Patienten (inkl. Säuglinge) stationär behandelt und 186'106 Pflegetage geleistet, was einer leichten Zunahme von 0,2% entspricht. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug unverändert 9,3 Tage. 3914 Patienten waren privat- oder halbprivat versichert, 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Der ambulante Bereich hat gemessen an den Arztkonsultationen um 4 Prozent zugelegt. Die Durchschnittskosten sind 1999 pro Fall von 10'140 auf 10'743 gestiegen. Dies ist auf die im Vergleich zum Vorjahr doppelt so hohen Investitionen zurückzuführen, die nach den kantonalen Bestimmungen sofort voll abgeschrieben werden müssen und damit die jeweilige Jahresrechnung belasten bzw. die Jahresvergleiche relativieren.

Das finanzielle Gesamtergebnis ist positiv

Der Betriebsaufwand betrug 263?298'923 Franken, der Ertrag ohne Globalkredit (= Staatsbeitrag) 177'979'860 Franken. Der nach den WOV-Anpassungsmodalitäten berechnete Globalkredit 1999 von 91'536'875 Franken wurde nur mit 85'319'062 Franken beansprucht, woraus ein positives Betriebsergebnis von 6'217'812 Franken resultiert.

Noch immer "unselbständige Staatsanstalt"

Die wirtschaftliche Eigenverantwortlichkeit wurde erhöht, doch die rechtliche Autonomie wurde nicht verstärkt. Der Status einer "unselbständigen Staatsanstalt" bindet das Kantonsspital nach wie vor stark in das Regelwerk der staatlichen Verwaltungsorganisation ein. Neue Rechtsformen sind zu prüfen und sollten gegebenenfalls bald realisiert werden können.

Das positive finanzielle Betriebsergebnis resultiert zu einem erheblichen Teil aus den nicht besetzten Stellen. Dass der Gewinn, der aus Mehrbelastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter resultiert, nicht als Leistungsprämie oder Zulage wenigstens teilweise weitergegeben werden darf, wird nicht verstanden.

Neue Strukturen für ein neues Gesundheitswesen

Das Kantonsspital Aarau muss sich den radikal ändernden Gegebenheiten und Bedingungen des schweizerischen Gesundheitswesens stellen. Dies bedingt auch intern flexible und aktionsfähige Führungs- und Organisationsstrukturen und entsprechende zukunftsorientierte Führungsinstrumente. Die wirkungsvolle Führung eines komplexen Spitalbetriebs muss noch umfassender direkt im Kernbereich des Spitals d.h. in den Kliniken, Instituten und Abteilungen wahrgenommen werden, und die Führungsinstrumente müssen unmittelbar in diesem Kernbereich wirken.

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