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Kantonsbibliothekar Josef Bregenzer tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück :
Massgebliche Verdienste unter anderem am virtuellen Katalog

Dr. Josef Bregenzer tritt aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Kantonsbibliothekar zurück. Die Leitung der Kantonsbibliothek liegt bis zur Nachfolgeregelung bei Hans Ulrich Glarner, Chef Abteilung Kultur im Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS).

Von einer schweren Krankheit, die ihn im Frühjahr während der Ausübung seiner Tätigkeit ereilte, hat sich Josef Bregenzer nicht so weit erholt, dass er seine Aufgabe wieder hätte aufnehmen können. Die Leitung der Kantonsbibliothek liegt vorübergehend bei Hans Ulrich Glarner, Chef Abteilung Kultur im Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS). Die Geschäfte führt der stellvertretende Kantonsbibliothekar Werner Dönni. Das BKS wird die Nachfolgeregelung umgehend an die Hand nehmen und die Stelle ausschreiben.

Kurz nach Übernahme der Stelle im Jahr 1986 hat Josef Bregenzer in der schweizerischen Bibliothekslandschaft eine Pionierrolle übernommen, indem er die Kantonsbibliothek auf EDV umstellte. Die 17jährige Amtszeit, in welche die Aufstockung des Bücherturms neben dem Grossratsgebäude fällt, war begleitet von einer steten Zunahme der Besucherzahlen. Benutzerfreundlichkeit wurde unter seiner Leitung in der Kantonsbibliothek denn auch gross geschrieben.

Von diesem Anspruch geleitet, setzte er sich insbesondere für den Datenaustausch unter den grossen Bibliotheken der Schweiz ein. So war er massgeblich am Zustandekommen des Schweizer Virtuellen Katalogs CHVK beteiligt, in dem bereits 5,9 Millionen Bücher abrufbar sind.

Daneben galt sein Augenmerk der Argoviensia-Sammlung und einer den Bedürfnissen angemessenen Anschaffungspolitik. Mit besonderer Hingabe widmete sich Josef Bregenzer den Vorbereitungen des Jubiläums 200 Jahre Kantonsbibliothek, das mit mehreren Veranstaltungen und mit einem Bibliotheksfest am 7. Dezember 2003 gefeiert wird.

Josef Bregenzer wurde 1942 in Luzern geboren, absolvierte in seiner Heimatstadt die Mittelschule und studierte an der Universität Zürich Altphilologie. Seine Dissertation, die mit dem Prädikat "magna cum laude" ausgezeichnet wurde, widmete er einer St. Galler Handschrift aus dem 15. Jahrhundert. In den 70er Jahren war er Stadtbibliothekar in Zug, bevor er 1978 als Mediothekar an die Kantonsschule Baden gewählt wurde. Hier schuf er die Grundlage zur heute umfangreichsten Mittelschulmediothek des Kantons. Josef Bregenzer ist verheiratet und lebt in Baden-Rütihof.

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