Die Alters- und Langzeitversorgung in der Region Brugg soll bedarfsgerecht, vernetzt und zugleich wirtschaftlich erfolgen. Zu diesem Zweck wird die Projektleitung in einem ersten Schritt die erforderlichen Steuerungs- und Koordinationsstrukturen aufbauen. Weiter soll eine regionale Anlauf- und Informationsstelle mit Beratung und Vermittlung zu Fragen rund um die Alters- und Pflegeversorgung eingerichtet werden. Das Pilotprojekt soll Antworten auf Fragen zur sinnvollen Grösse von Versorgungsregionen und zur Zusammenarbeit von Zentrums- und ländlichen Gemeinden finden. Der Bezirk Brugg bietet sich mit seiner Mischung aus urbanem und ländlichem Leben sowie mit knapp 57'000 Einwohnerinnen und Einwohnern an, um das Funktionieren einer Versorgungsregion zu erproben.
Modellcharakter für GGpl-Strategie
Das Ziel 12 der Gesundheitspolitische Gesamtplanung (GGpl) 2030 sieht die Sicherstellung der ambulanten, intermediären und stationären Pflegeversorgung in Zusammenarbeit zwischen Kanton und den anderen zu bildenden Versorgungsregionen vor. Zu den Aufgaben einer Versorgungsregion nach der GGpl 2030 gehören: Koordination und Vernetzung der ambulanten, intermediären und stationären Leistungserbringer (namentlich Spitex und Pflegeheime), ein regionales Versorgungskonzept, eine regionale Pflegeheimplanung und eine regionale Anlaufstelle für die Beratung und Unterstützung rund ums Alter.
Der Aufbau der Versorgungsregion Brugg soll Modellcharakter haben und im Hinblick auf die vom Grossen Rat beschlossene GGpl 2030 wichtige Erkenntnisse für die vorgesehenen Versorgungsregionen im Kanton Aargau liefern können.
Zur Finanzierung des 3,5-jährigen Pilotprojekts hat der Regierungsrat einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 451'900 Franken beschlossen. Die Abteilung Gesundheit hat bereits das Vorprojekt mit 32'700 Franken unterstützt.