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Kanton und Stadt Baden arbeiten bei der Luftimmissionsmessung zusammen :
Reduktion des Messnetzes aus Kostengründen

Aus Kostengründen und zur Sensibilisierung der Aargauer Bevölkerung für die Anliegen der Luftreinhaltung führt die Abteilung Umweltschutz des aargauischen Baudepartementes ab Jahresbeginn 1998 projektbezogene, "bürgernahe" Luftmessungen durch. Als erstes Projekt wird in der Stadt Baden das Stadtentwicklungsgebiet Baden Nord während eines Jahres lufthygienisch begleitet.

Die Abteilung Umweltschutz unterhält zur Überwachung der Luftqualität seit 1988 ein umfangreiches Messnetz. An drei Standorten wurde kontinuierlich gemessen und an siebzehn Standorten wurden mit vier Messwagen Stichproben erhoben. An zahlreichen weiteren Standorten wurde die NO2-Immissionsbelastung mit Passivsammlern gemessen.

Reduktion des Messnetzes

Dieses Messnetz wird aus Kostengründen reduziert. Zur stärkeren Sensibilisierung der Bevölkerung für die Anliegen der Luftreinhaltung wird indessen seit Jahresbeginn 1998 mit den beiden noch zur Verfügung stehenden mobilen Messwagen möglichst "bürgernah" gemessen, d.h. es soll vermehrt dort gemessen werden, wo aufgrund möglicher Emittenten lokale Einflüsse zu erwarten sind oder wo Abklärungen im Bereich von Umweltverträglichkeitsprüfungen erforderlich sind oder aufgrund aktueller Situationen genauere Kenntnisse über die Immissionssituation verlangt werden. Der gesetzliche Auftrag, den Stand und die Entwicklung der Luftqualität im Kanton Aargau zu überwachen, ist mit den drei Fixstationen Aarau, Suhr und Sisseln weiterhin gewährleistet.

Pilotprojekt Citypark

Eine erste projektbezogene, "bürgernahe" Messkampagne wird in Baden durchgeführt. Im Mittelpunkt der Messungen stehen die zu erwartenden lufthygienischen Veränderungen als Folge der Umnutzung des ABB-Areals durch die Grossüberbauung Citypark.

In einem ersten Schritt wird während rund eines Jahres ein detaillierter Ist-Zustand der Luft im monatlichen Turnus im ABB-Areal, im Casinopark und auf dem Schulhausplatz erhoben. Vom frühreren Stichprobenstandort Schulhaus ist eine langjährige Datenreihe vorhanden. An fünf weiteren Standorten wird die NO2-Immissionsbelastung mit Passivsammlern gemessen.
Zweitens werden die Immissionen während der Bautätigkeit aufgezeichnet.
Drittens soll die Immissionssituation, nach Abschluss sämtlicher Überbauungsarbeiten, erneut ermittelt werden. Veränderungen können dann mit den heute modellierten Prognosen, welche im Rahmen der Planungsarbeiten erstellt wurden, verglichen werden.

Zusammenarbeit mit der Stadt Baden

Die Abteilung Umweltschutz (AUS) des aargauischen Baudepartementes wird bei dieser ersten projektbezogenen Immissionsmessung fachlich durch die Stadtökologie und finanziell durch die Stadt Baden unterstützt. Der Messwagen im Casinopark wird zusätzlich für Schulprojekte, den Informationsaustausch und die Öffentlichkeitsarbeit (Luftapéro im Sommer) zur Verfügung stehen.

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