Kanton und Gemeinden setzen auf smarte Verwaltungsleistungen
:
Mit neuer Organisation "Smart Services Aargau" zum gemeinsamen Portal
Ein Zugang, ein gemeinsames Portal: Die Aargauerinnen und Aargauer sowie die Unternehmen können in Zukunft alle Verwaltungsdienstleistungen über ein einziges Portal abwickeln, unabhängig von Zeit und Ort. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Aargau und den Aargauer Gemeinden wird verstärkt. Der Aargauer Regierungsrat und die Präsidien der Gemeindeammännervereinigung sowie der Gemeindepersonal-Fachverbände haben zu diesem Zweck eine neue Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Gemeinsam unternehmen sie damit einen weiteren wichtigen Schritt in der Digitalisierung der Prozesse der öffentlichen Hand und ebnen den Weg zur Umsetzung eines gemeinsamen zentralen Portals für alle Dienstleistungen von Kanton und Gemeinden.
Ein Kundenportal für alle Verwaltungsleistungen
Das Hauptziel von "Smart Services Aargau" ist die Modernisierung und Erneuerung eines gemeinsamen zentralen Portals von Kanton und Gemeinden. "Damit wird in den nächsten Jahren Schritt für Schritt Realität, was bisher als Vision festgeschrieben ist: Die Aargauerinnen und Aargauer sowie die Aargauer Unternehmen werden in Zukunft alle Verwaltungsleistungen über ein einziges Portal abwickeln können, unabhängig der föderalen Ebene, unabhängig von Zeit und Ort", freut sich Regierungsrat Markus Dieth. Die Verwaltungsleistungen können im "Smart Service Portal" von Kanton und Gemeinden personalisiert und mithilfe einer digitalen Identität bezogen oder bestellt werden. Ausserdem können die Kundinnen und Kunden auf diesem Portal jederzeit ihre Daten einsehen und damit online von ihrem Auskunftsrecht über die eigenen Daten Gebrauch machen. Neben dem Ausbau der Dienstleistungen auf dem neuen Smart Service Portal werden als nächster wichtiger Schritt die Voraussetzungen für eine neue technische Lösung geschaffen. Das neue Portal mit erweiterten Dienstleistungen soll ab Anfang 2022 online gehen. Markus Dieth: "Der Regierungsrat hat mit der Strategie SmartAargau die Weichen für die digitale Zukunft des Kantons gestellt. Die künftigen E-Government-Projekte von Kanton und Gemeinden und damit die Arbeit der Fachstelle Smart Services Aargau werden auch in Zukunft ein wichtiger Pfeiler der Umsetzung der Strategie SmartAargau sein. Das neue Smart Services Portal bietet einen unkomplizierten Zugang für alle Dienstleistungen der beiden föderalen Ebenen – medienbruchfrei, rasch, und sicher."
Der Kanton Aargau und die Aargauer Gemeinden arbeiten im Bereich E-Government seit rund einem Jahrzehnt erfolgreich zusammen. Davon zeugen verschiedene bereits erfolgreich etablierte E-Government-Lösungen wie eBau Aargau oder eUmzugAG. Auf der heutigen Plattform werden aktuell 13 Dienstleistungen angeboten. Sie erfreuen sich bei den Einwohnerinnen und Einwohnern des Kantons zunehmender Beliebtheit und entsprechen einem steigenden Bedürfnis. So gibt es bereits heute rund 70'000 "Mein Konto" Accounts, Tendenz steigend. Das neue Portal ist eine agile Weiterentwicklung des bestehenden Mein-Konto-Portals. Neue digitale Angebote für Wirtschaft und Bevölkerung wie zum Beispiel die Quellensteuerabrechnung werden ab 2022 Schritt für Schritt integriert.
Digitale Dienstleistungen werden medienbruchfrei angeboten
Die neu ausgerichtete Organisation wird ihre Arbeit im Sommer 2021 aufnehmen. Entsprechende Vorbereitungsarbeiten wurden bereits eingeleitet. Mit Smart Services Aargau verstärken der Kanton und die Aargauer Gemeinden den Austausch und die Zusammenarbeit und verwirklichen gemeinsame digitale Angebote für Wirtschaft und Bevölkerung. "Das Ziel der Arbeiten ist es, sämtliche digitalen Dienstleistungen in einem Portal durchgehend medienbruchfrei anzubieten", so Renate Gautschy, Präsidentin der Aargauer Gemeindeammännervereinigung. Dabei setzen Kanton und Gemeinden auf standardisierte Lösungen, um die Verwaltungsprozesse kostensparend über die unterschiedlichen Staatsebenen hinweg zu digitalisieren. Durch die Automatisierung von Prozessen wird die Verwaltung entlastet und kann ihre Ressourcen effizienter einsetzen.
"Zusammenarbeit wird modernisiert und verstärkt"
Regierungsrat Markus Dieth, Vorsitzender der politischen Steuerung: "Der Aargauer Regierungsrat will diese bewährte Zusammenarbeit erneuern, die bestehende Plattform modernisieren und gemeinsam mit den Gemeinden weiter ausbauen." Zu diesem Zweck hat der Regierungsrat eine neue Rahmenvereinbarung Smart Services Aargau beschlossen und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden mit der eigenen Digitalisierungsstrategie SmartAargau verknüpft. Die bisherige gemeinsame Fachstelle E-Government Aargau wird neu zur Fachstelle Smart Services Aargau. Die Gemeindeammännervereinigung, die Gemeindepersonal-Fachverbände sowie auch der Aargauer Regierungsrat haben der neuen Vereinbarung zugestimmt. Die neue Rahmenvereinbarung gilt ab 1. April 2021. Von Seiten Wirtschaft wurde Beat Bechtold, Direktor Aargauische Industrie- und Handelskammer (AIHK), delegiert.