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Kanton soll FH-Bereich Gesundheit übernehmen :
Regierungsrat beantragt die Uebernahme der Stellen vom Schweizerischen Roten Kreuz

Per 1. Oktober soll der Kanton vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) die Führung des FH-Bereiches Gesundheit übernehmen. Der Regierungsrat beantragt dem Parlament dazu, die vom SRK Beschäftigten in den kantonalen Stellenplan zu übernehmen, für deren Finanzierung der Kanton schon heute aufkommt. Der Regierungsrat möchte damit in der gegenwärtig schwierigen Ausgangssituation möglichst gute Voraussetzungen für die Fortführung der laufenden Studiengänge und die laufende Neuorientierung des Bereichs Gesundheit schaffen. Gleichzeitig wird der Direktionsbereich in die ehemalige Reithalle in Aarau umziehen.

Der Regierungsrat stellt in seiner Beantwortung von drei parlamentarischen Interpellationen fest, dass aufgrund der gegenwärtigen grundlegenden und raschen Entwicklungen im Gesundheitsbereich insgesamt die Fachhochschulen an Bedeutung gewinnen werden. Daher ist der Aargau auch weiterhin an einem FH-Angebot in diesem zukunftsträchtigen Bereich interessiert. Die fehlende Nachfrage für die zur Zeit laufenden Studiengänge weisen aber gleichzeitig darauf hin, dass grundsätzliche Probleme mit dem Profil und der Positionierung des FH-Bereiches Gesundheit bestehen. Der Regierungsrat nimmt diese Probleme ernst und ist dabei, eine grundsätzliche Lagebeurteilung durchzuführen.

Kantonalisierung soll Chance verbessern

Die nun vom Regierungsrat beschlossene Kantonalisierung soll einerseits die Bedingungen dafür schaffen, dass die zurzeit laufenden Studiengänge ordnungsgemäss fortgeführt werden können, andererseits soll dadurch die Ausgangslage für die Gestaltung der Zukunft des Bereichs Gesundheit verbessert werden. Bisher wurde der Bereich im Auftrag des Kantons vom Schweizerischen Roten Kreuz geführt. Diese Lösung erwies sich für die Aufbauphase als sinnvoll. Nur auf diese Weise war ein schneller Kompetenzaufbau und der Gewinn der interkantonalen Anerkennung möglich. Für den laufenden Betrieb hingegen hat sich die aufwändige Führungsstruktur und die Schwierigkeiten einer Integration in die Aargauer Fachhochschule als Hindernis erwiesen. In Einklang mit der Empfehlung der Schweizerischen Sanitätsdirektorenkonferenz hat daher der Regierungsrat in Absprache mit dem Schweizerischen Roten Kreuz beschlossen, den Bereich Gesundheit zu kantonalisieren. Damit soll insbesondere eine einfachere Führung, eine Integration in die Gesamt-Fachhochschule und eine bessere Wettbewerbsfähigkeit bezüglich Anstellungsbedingungen resultieren. In diesem Sinne beantragt der Regierungsrat nun dem Grossen Rat, die Uebernahme der bestehenden Stellen, für die der Kanton finanziell bereits heute aufkommt, die jedoch zur Zeit noch im Stellenetat des Schweizerischen Roten Kreuz geführt werden.

1. Oktober neues Domizil

Zusammen mit der Kantonalisierung erfolgt ein Umzug des FH-Bereichs Gesundheit aus gemieteten Räumlichkeiten in ein kantonseigenes Provisorium in der Reithalle der Kaserne Aarau. Diese neuen Räumlichkeiten bieten dem Bereich Gesundheit eine eigene Identität, erfüllen bezüglich Ausstattung und Infrastruktur die Bedürfnisse der FH und lassen Raum für die weitere Entwicklung.

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