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Jurierungen Theater/Literatur, Rock/Pop und Kulturvermittlung des Aargauer Kuratoriums; Beitragsfeier im nordportal :
641'100 Franken an Förderbeiträgen für Aargauer Kulturschaffende

In einer öffentlichen Feier übergibt das Aargauer Kuratorium am 29. Oktober im nordportal in Baden individuelle Förderbeiträge in der Höhe von 641'100 Franken an Aargauer Kulturschaffende der Sparten Film, Jazz, Klassik, Literatur, Rock/Pop, Spartenübergreifende Kulturvermittlung und Theater.

Drei Jurierungsphasen jährlich

Während die Resultate der Jurierungen Film und Klassik/Jazz bereits Ende Juni bekannt gemacht wurden, gingen Literatur/Theater, Rock/Pop, Spartenübergreifende Kulturvermittlung Ende September über die Bühne. Die Jurierung Bildende Kunst findet erst Ende Jahr statt, im Zusammenhang mir der Ausstellung Auswahl05, der Jahresausstellung der Aargauer Künstlerinnen und Künstler, welche das Aargauer Kuratorium gemeinsam mit dem Aargauer Kunsthaus realisiert.

Literatur/Theater

Für die diesjährige Literaturjurierung gingen 20 Bewerbungen ein. Sieben Autorinnen und Autoren erhalten aufgrund ihrer unveröffentlichten Manuskripte einen Beitrag an das künstlerische Schaffen, in der Höhe von gesamthaft 129'000 Franken. Die formal und thematisch weit gespannten Textproben reichen von der auf ein Wortminimum reduzierten Momentlyrik (Mara Kempter, Suhr) über den routiniert realisierten Romanentwurf (Peter Zeindler, Zürich) bis zum überraschend eigenwilligen und innovativen Prosaversuch (Verena Angelica Lang, Wettingen). Einen Atelieraufenthalt von 3 Monaten und 9'000 Franken an die Lebenshaltungskosten erhält Katharina Lanfranconi Hafner, Luzern, für ihre ironisch pointierten Gedichte.Im Bereich Theater wird in der Regel bloss ein Beitrag an das künstlerische Schaffen vergeben: 30'000 Franken erhält eine der prägnantesten Gestalten der freien Schweizer Theaterszene, der Schauspieler, Bühnenbildner und Hochschullehrer für szenisches Gestalten, Dodó Deér aus Beinwil a.See. Die Theaterallrounderin Barbara Schwarz aus Aarau erhält einen dreimonatigen Atelieraufenthalt in Berlin und 9'000 Franken als Beitrag an die Lebenshaltungskosten.

Rock/Pop

57 Bewerbungen gingen im Bereich Rock/Pop ein, nur neun erhalten aufgrund der hohen Messlatte der Jury einen Beitrag, zwei davon einen Beitrag an das künstlerische Schaffen (Benjamin Ernst, Aarau, Frank Niklaus, Aarau), zwei einen Atelieraufenthalt mit Lebenshaltungskosten (Lukas Jäger, Waltenschwil, Andrea Milova, Bremgarten), vier einen CD-Produktionsbeitrag und die Hip Hop Formation Hendergrond wird in die Aku-Sounds-Förderliste aufgenommen, womit ihre Konzerte des kommenden Jahres finanziell unterstützt werden. Die Förderbeiträge Rock/Pop machen 76'500 Franken aus.

Spartenübergreifende Kulturvermittlung

Erst zum zweiten Mal vergibt das Aargauer Kuratorium einen Atelieraufenthalt im Bereich Spartenübergreifende Kulturvermittlung. Die beiden in verschiedensten Bereichen der Vermittlung junger Kultur im Aargau und schweizweit tätigen Sylvain Gardel, Aarau, und Oliver Dredge, Zürich, erhalten einen dreimonatigen Atelieraufenthalt in Paris und je 9'000 Franken für die Lebenshaltungskosten.

Beitragsfeier am 29. Oktober im nordportal, Baden

Die Beiträge aller Jurierungen (ausser Bildende Kunst) übergibt das Aargauer Kuratorium am 29. Oktober, 17 Uhr, an einer öffentlichen Feier, umrahmt von aussergewöhnlichen Wort- und Musikbeiträgen im nordportal in Baden. Neben den Beitragsempfängerinnen und Beitragsempfängern an und für sich steht an der diesjährigen Feier die Sparte Film im Zentrum. Der Aargauer Filmemacher Markus Imhoof, weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, spricht zu seinem neuen Projekt "Tabu" (Frauenhandel), für das er als Aargauer Filmemacher einen Beitrag erhält. Ebenfalls zu Wort kommt das externe Jurymitglied Sabine Gisiger, deren in Locarno ausgezeichneter Dok-Film "Gambit" über die Seveso-Katastrophe und die Folgen mit grosser Beachtung eben in die Kinos gekommen ist.

Nach der Feier ermöglicht das Aargauer Kuratorium in zwei Sequenzen Einblicke in das geförderte Schaffen: Literatur, Jazz, Rock'n'Roll und nochmals ein Schwerpunkt Film stehen auf dem Programm: von Laurin Merz ist Bildmaterial zum grossen Zürcher Bildhauer Hans Josephson zu sehen und Danja Ernst zeigt den Weg von der unerwartet geformten, nämlich gestickten Figur zum animierten Film.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport