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Jurierungen Film und Klassik/Jazz des Aargauer Kuratoriums :
434'400 Franken an individuellen Förderbeiträgen für Aargauer

Das Aargauer Kuratorium spricht im Jahr 2006 auf Antrag seiner Jury Film 230'400 Franken Förderbeiträge an Filmschaffende und auf Antrag seiner Jury Klassik/Jazz an Musikschaffende 195'000 Franken plus einen Atelieraufenthalt in Berlin mit 9'000 Franken Lebenshaltungskosten. Die Beiträge werden an einer öffentlichen Feier am 28. Oktober 2006 im KiFF in Aarau übergeben.

Zwei Drehbuch- und neun Herstellungsbeiträge im Film

Zwischen 5'400 und 40'000 Franken bewegen sich die Beitragshöhen im Film. Die jurierten Projekte reichen vom kurzen Diplomfilm (Barbara Praschnig) mit faszinierenden filmischen Mischtechniken über die von Lina Geissmann produzierte dokumentarische Annäherung an den Schweizer Ur-Hells-Angel Tino Schippert bis hin zum ausgewachsenem Spielfilm. Sie spannen den Bogen von der Liebesgeschichte zwischen einer geistig behinderten Frau und einem nicht behinderten Mann mit komplexen Widersprüchen von Selbststimmung und Schutzbedürfnis (Paul Riniker) bis zum Filmdrama "Marmorera" (Markus Fischer), in dem mit kriminalistischen Elementen und Mystery-Logik eine Geschichte aus dem in einem Bündner Stausee versunkenen Dorf Marmorera ersonnen wird. Sie reichen von der nahezu philosophischen Annäherung an den Begriff Zeit (Dieter Gränicher) bis zur provokativen filmischen Aufarbeitung von Tod und Überresten einer Mutter, die ihr Dasein als Messie gefristet hat (Thomas Haemmerli).

Einmal mehr zeichnen die geplanten Arbeiten der aus dem Aargau stammenden Filmerinnen und Filmer die wenigsten sind im Kanton selber tätig einen faszinierenden und qualitativ hoch stehenden Querschnitt durch das Schweizer Filmschaffen.

Drei Beiträge an das künstlerische Schaffen im Jazz, sechs und ein Atelieraufenthalt in der Klassik

Ein Bassist mit Ensemble (ContempArabic Jazz Ensemble/Stephan Atahans), ein Pianist (Adrian Frey) und ein Tastenmann/Komponist mit Ensemble (Nadelöhr/Mathias Gloor) erhalten im Jazz Beiträge an das künstlerische Schaffen zwischen 15'000 und 30'000 Franken.Ebenfalls zwischen 15'000 und 30'000 Franken bewegen sich die sechs Beiträge im Bereich Klassik, wo sie an eine Sängerin (Eva Nievergelt) und einen Sänger (Valentin Johannes Gloor), zwei Dirigenten (Simon Gaudenz, Cristoforo Spagnuolo), einen Komponisten (Michael Schneider), einen Gitarristen (Markus Hochuli) gehen, dem Banjo und Theorbe in gleichem Masse wichtig sind. Der dreimonatige Atelieraufenthalt in Berlin mit Beitrag an die Lebenshaltungskosten geht an die experimentelle Musikerin Charlotte Hug, welche der Musik mit Bratsche, Elektronik und Elementen der Bildenden Kunst neue Sphären erschliesst.

Fachjurys mit externen Experten

Wie jedes Jahr setzten sich die Jurys aus den Mitgliedern der jeweiligen Fachgruppen des Aargauer Kuratoriums zusammen, die mit je zwei ausserkantonalen Expertinnen und Experten ergänzt werden. Dieses Jahr wirkten in der Jury Film der Filmemacher Christian Frei (Zürich) und der Filmkritiker (Christoph Schneider (Zürich) mit. Im Bereich Klassik/Jazz ergänzten der Dirigent, Pianist und Komponist Jürg Wyttenbach (Basel) und Flötistin, Komponistin und Arrangeurin Trudi Strebi (Rorschach) die Kuratoriumsfachgruppen.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport