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Jurierung Musik und Film des Aargauer Kuratoriums :
Finanzielle Beiträge und Atelieraufenthalte für Aargauer Kulturschaffende

Am Samstag, 19. Mai 2001, 10.30h, findet im Theater am Bahnhof TaB in Reinach die feierliche Übergabe der Beiträge Musik ("klassische" Musik und Jazz) und Film an Aargauer Kulturschaffende statt. Es werden Beiträge in der Höhe von Fr. 379'000.- und 15 Ateliermonate in London und Prag übergeben.

Sowohl im Bereich Musik wie im Bereich Film gab es dieses Jahr eine besonders hohe Zahl an Kulturschaffenden, die sich der jährlich einmal durchgeführten Jurierung stellen wollten: 53 (13 Frauen, 40 Männer) in der Musik (41 im Vorjahr) und 18 (9 Frauen, 9 Männer) im Film (13 im Vorjahr). 24 Musikschaffende (4 Frauen und 20 Männer) und 9 Filmschaffende (5 Frauen und 4 Männer) erhalten einen Beitrag.

Musik: Beiträge an das künstlerische Schaffen und Atelieraufenthalte

Im Bereich Musik vergibt das Aargauer Kuratorium Fr. 65'000.- als Projektbeiträge, vor allem CD-Produktionsbeiträge, an 10 Musikerinnen und Musiker und Fr. 174'000.- als Beiträge an das künstlerische Schaffen (ehemals "Werkjahr" genannt) an 11 Musikschaffende sowie drei Mal drei Monate Aufenthalt im Londoner Atelier. Die Geigerin Regula Keller beispielsweise erhält drei Monate Atelier London plus einen Beitrag an das künstlerische Schaffen. Die Jury unterstützt damit das Vorhaben der Pädagogin, Ensemble- und Kammermusikerin, ihre Auseinandersetzung mit barocker und moderner Spieltechnik in London, einem Mekka für beide Bereiche, zu vertiefen. Dieter Ammann, der sich als Komponist zeitgenössischer Musik einen Namen weit über die Landesgrenzen hinaus gemacht, sich aber auch in der improvisierten Musik und im Jazz wichtige Präsenz verschafft hat, erhält einen Beitrag an das künstlerische Schaffen, der ihm die Fortführung seiner vielbeachteten Arbeit erleichtern soll.

Film: Herstellungsbeiträge und Atelieraufenthalt

Fünf Herstellungsbeiträge in der Gesamthöhe von Fr. 140'000.- und ein sechsmonatiger Atelieraufenthalt in Prag werden an 9 Filmschaffende vergeben. Dabei handelt es sich bei einem Projekt um die Doppeleingabe des als Dokumentarfilmers bekannten Eric Bergkraut und der Schriftstellerin Ruth Schweikert. Ihr gemeinsames Spielfilmprojekt "Don?t tell me who you are", das letztes Jahr einen Drehbuchbeitrag erhielt, liegt nun als faszinierendes, vielversprechendes Drehbuch vor und erhält mit Fr. 50'000.- einen für die Verhältnisse des Aargauer Kuratoriums ausnehmend hohen, gemessen an den Gesamtproduktionskosten aber sehr bescheidenen Herstellungsbeitrag. Gefördert werden auch kleinere Projekte, wie z.B. die kafkaesk anmutende Tragikomödie "Das Passfoto", Christina Zulaufs Abschlussarbeit an der St. Petersburger Universität für Kino und Fernsehen. Zudem vergibt die Jury auch einen Atelieraufenthalt von sechs Monaten in Prag: die im In- und Ausland bekannte Video- und Filmkünstlerin Karin Gemperle überzeugte mit ihrer Dokumentarfiktion über die durch künstliche Befruchtung ermöglichte Geburt eines Einhorns. Sie wird ihre fantasie- und lustvolle Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten computergenerierter Animation im inspirierenden Umfeld Prags vertiefen können.

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