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Jugendliche als Täter und Opfer sexueller Handlungen :
Fachkongress in Aarau

Die Schweizerische Vereinigung für Jugendstrafrechtspflege führt vom 12. bis 14. September 2001 in Aarau einen Fachkongress durch mit Teilnehmenden aus allen Kantonen und dem benachbarten Ausland. Thema: "Jugendliche als Täter und Opfer sexueller Handlungen".

"Vom Date zum Rape" (vom Rendez-vous zur Vergewaltigung) lautet der provokative Untertitel des Weiterbildungsanlasses, den die Jugendanwaltschaft des Kantons Aargau im Auftrag des gesamtschweizerischen Dachverbandes vom 12. bis 14. September im Aarauer Grossratssaal durchführt. Eröffnet wird der Kongress durch den aargauischen Landammann und Justizdirektor Kurt Wernli.

Das Tagungsthema bezieht sich auf die schwierigen Fragen im Umgang mit Jugendlichen, die strafbare sexuelle Handlungen begehen oder in diesem Bereiche Opfer anderer Jugendlicher werden. Acht Referentinnen und Referenten werden aus unterschiedlichen Blickwinkeln Informationen und Gedankenanstösse vortragen aus den Bereichen der Kriminologie, der Abklärungen und Untersuchungen, vor allem auch der sozialpädagogischen und therapeutischen Bewältigung solcher Vorkommnisse.

Referate, Gruppenarbeit und Kultur

Unter anderem referieren die Hochschulprofessoren Dr.phil. Henriette Haas aus Lausanne und Dr.med. Dieter Bürgin aus Basel. Praktiker aus den Bereichen Polizei, Jugendarbeit, Erziehung und Therapie werden neue Handlungsansätze und Methoden zur Diskussion stellen. Sämtliche Fachreferate werden simultan übersetzt. Gruppenarbeiten ergänzen den Ausbildungsblock. Der persönlichen Beziehungspflege, dem interkantonalen Erfahrungsaustausch und ein wenig auch der Image-Werbung für den Kanton Aargau dient das kulturelle Rahmenprogramm mit Abendessen im Schloss Lenzburg und Ausflug zum Schloss Hallwyl mit anschliessender Schifffahrt.

Von Praktikern gegründet

Die Schweizerische Vereinigung für Jugendstrafrechtspflege besteht seit 70 Jahren. Sie ist 1931 von Praktikern des Jugendstrafrechtes gegründet worden. Sie dient der fachlichen Förderung und der ständigen Weiterbildung von Berufsleuten, die sich mit der straffälligen Jugend befassen. Einige Hundert Jugendanwältinnen und Jugendanwälte, Jugendrichterinnen und Jugendrichter, Leiterinnen und Leiter von Jugendheimen, Fachleute aus den Gebieten der Sozialarbeit, der Sozialpädagogik und der Therapie aus allen 26 Kantonen gehören der Vereinigung an.

Als repräsentativer Fachverband ist die Vereinigung auch Ansprechpartnerin des Bundes bei der Weiterentwicklung des Jugendstrafrechtes und verwandter Rechtsgebiete. Sie pflegt regelmässig internationale Kontakte. Alljährlich findet eine dreitägige Fachtagung statt, die einem aktuellen Thema gewidmet ist. Präsident der Vereinigung ist Jugendanwalt Dr. Christoph Bürgin / Basel -Stadt.

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