Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Jubiläum – 10 Jahre Wettbewerb Funkenflug

Fünf Kulturprojekte von Aargauer Schulen wurden heute Morgen im Kurtheater Baden mit der Auszeichnung Funkenflug prämiert.

Bereits zum zehnten Mal vergab "Kultur macht Schule" die Auszeichnung Funkenflug. Der Wettbewerb prämiert beispielhafte Kulturprojekte, die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrpersonen, Kulturschaffenden oder in Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen entwickelt haben. Die fünf Siegerinnen und Sieger wurden heute Morgen an der Preisfeier der Öffentlichkeit vorgestellt. Zudem würdigte die Jury vier weitere Projekte als besondere Praxisbeispiele.

Wertschätzung des Regierungsrats

Regierungsrat Alex Hürzeler eröffnete die Jubiläumspreisfeier mit lobenden Worten an die Siegerinnen und Sieger. Besonders würdigte er das kulturelle Schaffen und das Bewusstsein für Kultur an den Aargauer Schulen.

Feierliche Stimmung

Knapp 600 Gäste aus Kultur und Politik, ehemalige Beteiligte von Funkenflug-Projekten und Kulturverantwortliche von Aargauer Schulen nahmen zusammen mit den Preisträgerinnen und Preisträgern am Jubiläum teil. Die musikalischen Beiträge von Greis, zum Jubiläum in einem Duett mit Anna Rossinelli, sorgten für eine feierliche Stimmung im Kurtheater.

Die fünf prämierten Funkenflieger

Die Gewinnerprojekte überzeugten die fünfköpfige Fachjury mit eigenständigen Ideen und hervorragender Umsetzung, die das kreative Potential der involvierten Schülerinnen und Schüler zeigen.

  • Max und Moritz Singspiel und Theater: Ein Singspiel-Projekt der Schule Seon mit grossartiger Präsenz des Chores, des Orff-Ensembles und der Spielenden. In der Inszenierung verkörperten verschiedene Darstellerinnen und Darsteller die Lausbuben Max oder Moritz. Die sorgfältige Sprech- und Chorarbeit machte sich in der hohen Qualität des Gesangs und der Verständlichkeit bemerkbar. Mit hohem musikalischen Niveau und farbenfroher Ausstattung zeigte sich die Qualität der Projektarbeit.
  • Du – ein poetisches Theater: Eine authentische Inszenierung voller Poesie, Spielfreude und Tiefgang der sechsten Klasse der Primarschule aus Laufenburg. Dabei beleuchteten die Schülerinnen und Schüler die Fragen, wer sie sind oder sein werden, was ihnen Angst macht oder wovon sie träumen. Die Inszenierung gestalteten sie als Collage, eingerichtet mit schlichten, aber effektvoll platzierten Requisiten.
  • Mia: Ein spannender und berührender Film der Oberstufe Regionalschule Lenzburg mit einer ihnen nahestehender Thematik und authentischem Schauspiel. Sämtliche Aufgaben, vom Schreiben des Drehbuchs und der Musik, über Maske, Spiel oder Technik führten die Schülerinnen und Schüler unter fachlicher Anleitung selber aus.
  • Kanti Wohlen wirft Wellen: "Bünzfischer" und "Epizentrum" – Zum 50-jährigen Jubiläum der Kantonsschule Wohlen. Beide Teilprojekte beruhten auf starken Ideen und überzeugten durch eine grosse Strahlkraft. Einzelteile fügten sich zu einem grossen Ganzen. Damit gelang eine wirkungsvolle, metaphorisch starke Arbeit.
  • Heidi, eine Tanzinszenierung: Ein verbindendes Projekt für die ganze Mittelstufe der Schule Untersiggenthal. Eine gelungene Herausforderung, einen bekannten Stoff ohne Worte zu erzählen. Die über 200 Beteiligten "durchwirbelten" die Heidi-Szenen mit unglaublicher Begeisterung und ansteckender Freude am körperlichen Ausdruck.

Praxisbeispiele

Vier weitere Projekte wurden als erwähnenswerte Praxisbeispiele geehrt.

  • Kunst am Bau im Schulhaus Feld: Im Zusammenhang mit dem neu gebauten Schulhaus Feld in Suhr, entstand mit der fünften und sechsten Klasse ein "Kunst am Bau"-Projekt. Dies bestand aus einem bunten Platz sowie einer Arbeit im Treppenhaus des neuen Schulgebäudes und einem Buchdokument.
  • Wie wäre es, wenn, was, wer, womöglich: Durch die Neugier und den Mut der Schülerinnen und Schüler der Musikschule Bad Zurzach entstand ein Projekt für neue Musik. Das vielseitige Experiment fand anerkennende Beachtung.
  • Naturvisionen in der Stadt Baden: In der Auseinandersetzung mit den Themen Umwelt, Natur und Lebensqualität entwickelten die Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule Baden Fotomontagen mit eigenen Visionen. Das Projekt vereinte Ökologie, Informatik und Bildnerisches Gestalten.
  • adapter – Kunst im öffentlichen Raum: Die Lernenden des Gestalterischen Vorkurses und des Gestalterischen Propädeutikums der Schule für Gestaltung Aarau setzten sich praxisnah mit Kunst im öffentlichen Raum auseinander. In unterschiedlichen Teilprojekten erprobten sie eine Vielfalt von Umsetzungsmöglichkeiten. Es gelang den Lernenden in den Performances, ihre eigenen Ideen in einer performativen Handlung auszudrücken und in einen öffentlichen Kontext zu stellen.

Preisgeld für Folgeprojekte

Die Auszeichnung Funkenflug würdigt das grosse Engagement aller Beteiligten. Das Preisgeld in der Höhe von jeweils 5'000 Franken ermöglicht den prämierten Schulen Folgeprojekte durchzuführen und die Kulturfunken weiterfliegen zu lassen.

Die Dokumentation der prämierten Projekte ist unter www.funkenflieger.ch veröffentlicht.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport