Jahresbericht des Amts für Verbraucherschutz erschienen
:
Lebensmittelkontrolle, Veterinärdienst und Chemiesicherheit im Kanton
Zahlen, Fakten, Entwicklungen: Der Jahresbericht 2015 des Amts für Verbraucherschutz (AVS) versammelt eine Fülle von Daten aus den Bereichen Lebensmittelkontrolle, Veterinärdienst und Chemiesicherheit.
Zu den Aufgaben des AVS gehören der Schutz der Menschen vor schädlichen Einflüssen durch Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände. Es sorgt für die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere sowie für den korrekten Umgang mit Chemikalien und Organismen. Das AVS bildet in diesem Sinn ein Kompetenzzentrum für Mensch, Tier und Umwelt in den genannten Bereichen.
Die wichtigsten Zahlen und auffälligsten Fakten aus dem Jahresbericht 2015 sind die folgenden:
- Das Lebensmittelinspektorat führte 3'856 Inspektionen in rund 3'200 Betrieben durch. Als ungenügend mussten 0,7 Prozent der Betriebe eingestuft werden.
- In der Mikrobiologie fällt auf, dass die Qualität von Eiswürfeln bedenklich ist. Nicht weniger als 35,0 Prozent der untersuchten Proben enthielten Keime über dem gesetzlichen Höchstwert.
- Die Chromatographie untersuchte 34 Hackfleischprodukte, die in Bezug auf eine Vermischung mit Fremdtieranteilen besonders problematisch sind. 15,0 Prozent der Proben waren in dieser Hinsicht zu beanstanden.
- In der Allgemeinen Analytik wurden erfreulicherweise keine Höchstwert-Überschreitungen bei den Schimmelpilzgiften in Pistazien, Erd- und Haselnüssen, Trockenfeigen und Gewürzen festgestellt.
- Nach wie vor unbefriedigend sind die Werte bei den kosmetischen Mitteln. Von 30 Bodylotions und Massageölen mussten 40,0 Prozent wegen nicht deklarierter Allergene verbotener Stoffe oder unzureichender mikrobiologischer Qualität beanstandet werden.
- Eine hohe Qualität weist unverändert das Trinkwasser im Kanton Aargau auf. Es wurden 52 kommunale Trinkwasserversorgungen inspiziert und 880 Trinkwasserproben untersucht.
- Durch rasches und entschiedenes Eingreifen in der Ostschweiz konnte eine Ausbreitung der Rinderseuche in der Schweiz verhindert werden. Im Aargau wurden keine kranken Tiere registriert.
- Im Kanton Aargau wurden fast 6 Millionen Stück Geflügel, 29'001 Schweine, 8'827 Rinder, 7'729 Schafe und 1'258 andere Tiere geschlachtet. Die auf den Schlachthöfen durchgeführten Tierkontrollen führten zu 5 Strafanzeigen; in 4 Fällen handelte es sich um Verstösse gegen das Tierschutzrecht, in einem Fall um einen Verstoss gegen die Fleischhygiene-Gesetzgebung.
- Im Bereich der Primärproduktion wurden 655 Kontrollen durchgeführt. Wegen Nichteinhaltung der Qualitätskriterien mussten 13 Milchliefersperren erlassen werden.
- Beim Tierschutz fanden 290 Kontrollen bei Nutztier- sowie deren 264 bei Heim- und Wildtierhaltungen (davon allein deren 142 in Hundehaltungen) statt. In 6 Fällen waren die Missstände derart gravierend, dass ein Tierhalteverbot ausgesprochen wurde.
- Insgesamt waren im Kanton Aargau 37'408 Hunde angemeldet, davon 716 Tiere, für die es eine Halteberechtigung braucht. Der Veterinärdienst war mit 517 Vorfällen mit Hunden konfrontiert, wovon deren 33 solche mit "Listenhunden" betrafen.
- In der Chemiesicherheit unterstanden 178 Betriebe der Störfallverordnung. In 35 Betrieben wurden Begehungen durchgeführt.
- Mitte Jahr wurde ein neues Kennzeichnungssystem für Chemikalien eingeführt, was teilweise eine neue Beurteilung oder eine angepasste Zulassungsbewilligung erforderlich machte.
- Trotz Abschluss des Neobiota-Pilotprojekts wird die Bekämpfung der Neophyten ein Thema bleiben. Der Bund befasst sich derzeit mit der Erarbeitung einer nationalen Neobiota-Strategie.
Publikation im Internet
Ein Faktenblatt mit den wichtigsten Eckdaten zum Jahresbericht sowie der vollständige Jahresbericht 2015 stehen im Internet unter www.ag.ch/dgs > Verbraucherschutz > Jahresbericht & Publikationen zum Herunterladen zur Verfügung.