Jahresabschluss 1999 besser als budgetiert
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Psychiatrische Dienste und Behindertendienste senkten Ausgaben
Die Psychiatrischen Dienste und die Behindertendienste des Kantons kosteten die Steuerzahlenden 1999 weniger als budgetiert. Grund: grosser Einsatz des Personals und ausgeprägtes Kostenbewusstsein.
Die Betriebsrechnung 1999 (gemäss Staatsrechnung) der gesamten Psychiatrischen Dienste schliesst mit Einnahmen von 43'741'375.40 Franken, Ausgaben von 72'001'964.92 und einem Staatsbeitrag von 28'260'589.52 Franken.
Die Gesamteinnahmen betrugen Fr. 43'741'375.40 und liegen um 1,2% unter dem Voranschlag. Gegenüber der Vorjahresperiode ist ein Einnahmenrückgang von 2,1% auszuweisen. Nach Abzug der einmaligen Nachzahlung des Beitrages des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) für Patientenbeschäftigung im Vorjahr verbleibt eine Nettozunahme von 0.6% gegenüber dem Vorjahr.
Die Ausgaben von Fr. 72'001'964.92 konnten um 4.9% unter dem Voranschlag gehalten werden. Dies ist hauptsächlich auf zeitlich verschobene Investitionsaufwände (-4.9%) und aktive Sparanstrengungen beim Sach- u. Personalaufwand (-3.6%) zurückzuführen. Die gegenüber dem Vorjahr (Fr. 70'249'153) ausgewiesene Ausgabensteigerung von 2.5% ist auf ein erhöhtes Investitionsvolumen (Umbau Pavillon 4 und Unterhalt Hochbauten) zurückzuführen. Personal- und Sachaufwand sind gegenüber dem Vorjahr ungefähr gleichbleibend.
Der Staatszuschuss von Fr. 28'260'590 (+10.6%) beträgt pro Kopf der Wohnbevölkerung des Kantons Aargau Fr. 52.19 (im Vorjahr Fr. 47.31). Der Staatsbeitrag pro Pflegetag im stationären Bereich erhöht sich um 12.4% von Fr. 135.48 auf Fr. 152.35, was einem Kostenanteil von 44,6% entspricht.
Fallkosten wie im Vorjahr
Die durchschnittlichen Kosten pro stationärem Fall blieben erfreulicherweise gegenüber dem Vorjahr praktisch gleich und betragen Fr. 30'583.77. Der Betriebsaufwand von stationären Patientinnen und Patienten betrug pro Pflegetag im Internen Psychiatrischen Dienst Fr. 341.23 gegenüber Fr. 325.55 im Vorjahr.
Behindertendienste: weniger Ausgaben
Die Betriebsrechnung 1999 (gemäss Staatsrechnung) der gesamten Behindertendienste schliesst mit Einnahmen von Fr. 6'515'897.31, Ausgaben von 7'273'313.85 Franken und einem Staatsbeitrag von Fr. 757'416.54 ab. Bedingt durch Mindereinnahmen der Bundesbeiträge liegen die Gesamteinnahmen von Fr. 7'273'313.85 rund 10,6% unter dem Voranschlag. Gegenüber der Vorjahresperiode ist ein Einnahmenzuwachs von 13.5% auszuweisen.Die Ausgaben von Fr. 6'515'897.31 konnten um 8.3% unter dem Voranschlag gehalten werden. Dies ist hauptsächlich auf die später als geplant verwirklichte Vollbelegung zurückzuführen. Die gegenüber dem Vorjahr ausgewiesene Ausgabensteigerung von 2.6% ist ebenfalls auf die erstmalige Vollbelegung des Wohnheimes Sternbild zurückzuführen. Der Staatszuschuss von Fr. 757'416.54 vermindert sich gegenüber Vorjahr um 26.4%, er beträgt pro Kopf der Aargauer Wohnbevölkerung Fr. 1.38. Der Staatsbeitrag pro Aufenthaltstag (Wohnheim) beträgt Fr. 31.00, der Staatsbeitrag pro Arbeitsplatz im Zentrum für Arbeit und Beschäftigung (ZAB) beträgt Fr. 2872.75.