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Initiative des Kantons für den Tourismusstandort Aargau :
Gesetzliche Verankerung der Tourismusförderung wird geprüft

Der Regierungsrat will den Tourismus im Aargau langfristig stärken. Eine Strategiegruppe wird die Grundlagen für die Aufwertung des Tourismus- und damit des Wirtschaftsstandorts Aargau erarbeiten. Geprüft wird auch eine gesetzliche Verankerung der Tourismusförderung. Mit einem Lotteriefonds-Projekt sollen während drei Jahren kulturtouristische Angebote des Aargaus vermarktet werden.

Für den Regierungsrat ist die touristische Attraktivität des Aargaus und dessen Unterstützungsbedarf unbestritten. Eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Tourismuspolitik erhöht die weit gefächerte Wertschöpfung für das Gewerbe, steigert die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Aargau, fördert das nationale und internationale Image des Kantons und stärkt nicht zuletzt auch die Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons.

Sämtliche Kantone und der Bund leiten daraus den öffentlichen Auftrag ab, jene Bereiche des Tourismus zu fördern, die nicht einem direkten Nutzniesser zugeordnet werden können. Im Aargau fehlen dazu jedoch die gesetzlichen Grundlagen. Die kantonale Unterstützung beschränkte sich bisher auf Einzelbeiträge aus dem Lotteriefonds. Der Regierungsrat setzt deshalb eine Gruppe ein, die eine Strategie für den Tourismusstandort Aargau erarbeiten soll.

Herausragende kulturelle Angebote international und national bekannt machen

Mit einem Sonderprojekt will der Regierungsrat herausragende kulturelle Angebote und Sehenswürdigkeiten gezielt bekannt machen und mit attraktiven touristischen Angeboten verknüpfen. Die touristische Aufbereitung der kulturellen Reichtümer des Kantons dient nicht zuletzt der Steigerung der Standortattraktivität. Die Abteilung Kultur des Departements Bildung, Kultur und Sport wird hier die Federführung übernehmen.

Touristische Grundinfrastruktur sicherstellen

Im Sinne der Standortförderung will der Regierungsrat in Zukunft eine touristische Grundinfrastruktur sicher stellen. Dies wird allerdings nur möglich sein, wenn sich die involvierte Branche tatkräftig für den Tourismus im Aargau engagiert und bereit ist, die direkten Nutzen abzugelten. Die dem Finanzdepartement zugehörige Stabsstelle Aargau Services wird zusammen mit einer Strategiegruppe einen entsprechenden Umsetzungsfahrplan erarbeiten.

Nachdem der Verein Aargau Tourismus beschlossen hat, seine operative Tätigkeit einzustellen, ist der Regierungsrat bereit, im Sinne einer Übergangslösung ein befristetes Mandat an eine professionelle Tourismusfachstelle zu finanzieren. Dadurch kann sichergestellt werden, dass bis zur umfassenden Realisierung der neuen Tourismuspolitik die in den letzten Jahren erarbeiteten Angebote und Publikationen weiter verbreitet und die Informationen auch laufend aktualisiert werden können.

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