Informationstagung für Sportverbände
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Vernetztes Leistungssportkonzept im Kanton Aargau
Der Kanton Aargau hat beste Rahmenbedingungen für die Einrichtung von Stützpunkten und Trainingszentren durch Sportverbände geschaffen. 70 Vertreterinnen und Vertreter der Sportverbände haben sich am Dienstag in Aarau über das Leistungssportkonzept des Kantons Aargau orientiert.
Bildungsdirektor Rainer Huber wies in seiner Begrüssung auf die Standortattraktivität des Kantons Aargau hin: "Der Standort Aargau ist ideal, die Erreichbarkeit aus der ganzen Schweiz sehr gut. Insgesamt stimmen im Aargau die Rahmenbedingungen für Leistungssportlerinnen und -sportler." Bereits gäbe es im Aargau in zehn Sportarten Ausbildungsstützpunkte. Dennoch sei der Aargau offen für Neues und weitere Sportverbände seien jederzeit willkommen.
Cornel Hollenstein, Leiter Verbandsförderung Swiss Olympic Talents, forderte, dass die nationalen und kantonalen Sportverbände sich besser positionieren und zusätzliche Stützpunkte einrichten müssten.
Christian Koch, Leiter Sektion Sport, strich die Qualität der Rahmenbedingungen im Aargau hervor und betonte, der Aargau verfüge über vernetzte Bildungsangebote auf jeder Stufe für Leistungsportler/ -innen. Ausserdem profitierten die Trainingszentren von zusätzlicher Unterstützung aus dem Sport-Toto-Fonds. Als Beispiel nannte Christian Koch Ciril Grossklaus aus dem Nachwuchskader Judo. Er absolviert in Aarau die neue KV-Lehre für Leistungssportlerinnen und -sportler (Verlängerung der Lehrzeit von drei auf vier Jahre). Sein Trainingspartner, Raphael de Moliner, besucht die Mittelschule in Aarau (Schulzeit fünf anstatt vier Jahre). Beide haben den gleichen, leistungssportfreundlichen Stundenplan. Dies ermöglicht den Sportverbänden, in den gewonnenen Freiräumen Trainingsmöglichkeiten anzubieten. Neben der vierjährigen KV-Lehre wird zudem im Spätsommer ein Lehrstellen-Pool für Leistungssportler/-innen eingerichtet. Ebenfalls zur Verfügung stehen die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung sowie die medizinische Betreuung durch Hirslanden Training.
Zum Schluss wies Othmar Buholzer darauf hin, dass der Handball-Verband von den hervorragenden Rahmenbedingungen des Kantons Aargau profitiert. Nun liege es in der Hand der Verbände, ob sie die Angebote wahrnehmen und im Grossraum Aarau ein Leistungssportzentrum einrichten