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In der Aargauer Alterspolitik tut sich einiges :
Dritter kantonaler Alterskongress mit Verleihung des zweiten "Silver Awards"

Die Aargauer Alterspolitik ist auf Kurs: Am dritten kantonalen Alterskongress konnte sich ein breit gemischtes Publikum davon überzeugen. Die Preisträger des zweitmalig verliehenen Silver Awards repräsentieren die Aargauer Alterspolitik in der Öffentlichkeit und sollen zur Weiterentwicklung animieren.

Vier Jahre nach der Erstauflage des kantonalen Alterskongresses fand am Samstag die dritte Auflage im Kultur- und Kongresshaus in Aarau statt. Über 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zogen mit dem Departement Gesundheit und Soziales und dem kantonalen Forum für Altersfragen Bilanz. Unter dem Motto "60 plus – es tut sich was!" zeigten kantonale Stellen, Organisationen, Gemeinden und Privatpersonen, wie die im Januar 2013 vom Regierungsrat verabschiedeten Leitsätze zur Alterspolitik und die am zweiten Alterskongress formulierten Empfehlungen umgesetzt werden.

Regierungsrätin Susanne Hochuli, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales (DGS), führte vor diesem Hintergrund am dritten Alterskongress aus: "Die Leitsätze zur Alterspolitik werden gelebt, innerhalb der Kantonsverwaltung ebenso wie ausserhalb, in den Altersorganisationen und Gemeinden. Das ist alles andere als selbstverständlich und es zeigt, dass wir Orientierung haben in der Alterspolitik – und es ist eine Bestätigung dafür, dass wir an den richtigen Baustellen arbeiten oder – etwas schöner ausgedrückt – die richtigen Blumensamen ausgesät haben."

Die Leitsätze werden dank vielfältigem Engagement spürbar

Die Vorsteherin des DGS betonte, dass es nur dank dem gemeinsamen Engagement von Organisationen, Gemeinden und privaten Initiativen möglich ist, die Alterspolitik in konkreten Lebensumständen zu verankern, die letztlich Lebensqualität bedeuten: "geschätzt – selbstbestimmt – beteiligt – generationengerecht", wie es den Leitsätzen zur Alterspolitik zugrunde liegt. Weiter führte sie aus: "Diese breite Beteiligung zieht sich wie ein roter Faden durch die Alterspolitik, die wir in den vergangenen Jahren gewebt haben. Sie ist ein festes Netz geworden, das tragfähig ist – und noch mehr aufnehmen kann."

"Palliative Care Begleitdienst" gewinnt Silver Award

Zum zweiten Mal wurde am dritten Alterskongress der Silver Award für inspirierende Projekte und Ideen im Altersbereich verliehen. Aus 28 Projekten hat die aus Fachpersonen und Vertretungen von Altersorganisationen bestehende Jury deren 12 für die Preisverleihung bzw. den Publikumspreis nominiert. Gleichzeitig präsentierten sich die nominierten Projekte in Workshops und luden zur Auseinandersetzung mit der aktuellen Umsetzung und Weiterentwicklung der Aargauer Alterspolitik ein.

Den ersten Preis holte sich der Kantonale Palliative Care Begleitdienst der Reformierten Landeskirche Aargau (www.palliative-begleitung.ch). Die Jury hat insbesondere beeindruckt, "wie viele Menschen – unabhängig ihres Alters – durch den kantonalen Palliative Care Begleitdienst begleitet werden. Dabei setzt die Reformierte Landeskirche auf freiwilliges Engagement, eine durchdachte Struktur und auf die Vernetzung mit lokalen Fachpersonen."

Den zweiten Preis erhielt der Verein Altersbetreuung im Oberen Fricktal VAOF (www.vaof.ch) für die zwei eingereichten Projekte "Hilferuf, Sicherheitscheck und Extracheck (HiSi) für Senioren" und "Alterswohngruppe mit einem Hausbesuch-Modell". Die Jury würdigt damit auch die seit 45 Jahren bestehende breit abgestützte Vereinsstruktur, welche die Entwicklung innovativer Angebote im Sinne einer durchgängigen Unterstützung für ältere Menschen im Oberen Fricktal ermöglicht.

Den dritten Preis sicherte sich die Projektgruppe "CHANCEN 60 plus" mit ihrem Informationsmedium "Chancen nach sechzig" (www.chancen-nach-sechzig.ch). Die Jury ist überzeugt, dass das von Berufs- und Laufbahnberatern konzipierte Buch ältere Menschen unterstützt, ihr vielfältiges Potenzial zu entdecken und ihnen dank Lebensgeschichten und Hinweisen Mut macht, dieses zu realisieren.

Der Generationenspielplatz vom Pflegeheim Sennhof in Vordemwald hat am meisten Publikumsstimmen mobilisiert und den Publikumspreis gewonnen. Der im August 2014 eröffnete Generationenspielplatz mit verschiedenen, selbst entwickelten Stationen ist ein beliebter Treffpunkt für Familien, Schulkinder und Bewohner. Der Spielplatz ist vorbildlich in die Aktivierungstherapie und Freiwilligenarbeit integriert und sorgt dafür, dass verschiedene Generationen miteinander in Kontakt kommen.

  • Departement Gesundheit und Soziales