IBB Energie AG hat Konzessionsgesuch für sechs Strombojen eingereicht
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Öffentliche Auflage des Gesuchs dauert vom 23. November bis 22. Dezember 2015
Die IBB Energie AG hat beim Kanton Aargau ein Konzessionsgesuch für die Nutzung von Wasserkraft mittels sechs Strömungsturbinen eingereicht. Diese so genannten Strombojen sollen in der Aare bei Brugg und Windisch die Fliessgeschwindigkeit des Flusses nutzen und rund 400 Haushalte mit Strom versorgen. Das Gesuch für dieses Projekt mit schweizweitem Pilotcharakter wird bis am 22. Dezember 2015 öffentlich aufgelegt.
Die Strömungsturbine, die so genannte Stromboje, wurde in Österreich erfunden und soll nun auch in der Schweiz getestet werden. Die IBB Energie AG hat beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau ein Gesuch für die Nutzung von sechs Strombojen in der Aare bei Brugg und Windisch eingereicht. Die an der Flusssohle befestigten Strömungsturbinen kommen ohne Wehranlage (Staumauern, Schleusen, Dämme) aus und nutzen die Fliessgeschwindigkeit des Wassers, indem sie vom Fluss angetrieben werden. Mit sechs solchen Strombojen können rund 400 Haushalte mit Strom versorgt werden.
Die Strombojen wurden auf die besonderen Verhältnisse in der Aare bei Brugg und Windisch angepasst. Sie sind 6 Tonnen schwer, rund 11 Meter lang und weisen einen Rotordurchmesser von 2,5 Metern auf. Der Strom soll von der Strömungsturbine über ein Unterwasserkabel zum Ufer geführt und ins Stromnetz der IBB Energie AG eingespiesen werden. Für Schwimmer und Bootsfahrer stellen sie keine Gefahr dar und können problemlos passiert werden. Grundsätzlich wird versucht, den Einfluss auf die Umwelt möglichst gering zu halten. Da es sich um einen Pilotversuch handelt, ist für die Betriebsphase ein spezifisches Monitoring-Programm vorgesehen.
Die Gesuchsunterlagen sind vom 23. November bis 22. Dezember 2015 öffentlich aufgelegt.