Hohe Akzeptanz für den "Kulturkanton"
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Repräsentative Studie zum kulturellen Leben im Aargau
Die Aargauer Bevölkerung äussert eine hohe Zufriedenheit mit dem kulturellen Angebot im Kanton Aargau. Zu diesem Schluss kommt eine repräsentative Studie, die das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) des Kantons Aargau durchführen liess. Museumsausstellungen, Kino und Theater führen die Beliebtheitsskala der Kulturveranstaltungen an.
"Der Kulturkanton Aargau ist für seine Bevölkerung gelebte Realität und gilt in der Schweiz als Markenzeichen." Auf diesen Leitsatz richtete das Departement BKS seine Aktivitäten in den letzten Jahren im Kulturbereich aus. Das Marktforschungsinstitut ISOPUBLIC hat im Auftrag des BKS eine Studie durchgeführt, die den Kenntnisstand, das Kultur- und Informationsverhalten der Kantonsbevölkerung sowie den Bekanntheitsgrad und die Nutzung von 29 Kulturinstitutionen untersuchte. Es handelt sich um eine repräsentative Studie, der 503 ausführliche, Ende letzten Jahres durchgeführte Telefoninterviews zugrunde liegen.
Hohe Zufriedenheit mit dem kulturellen Angebot
Die Studie belegt eine hohe Zufriedenheit der Aargauer Bevölkerung mit dem Angebot im Kulturkanton: 86 Prozent der Befragten äussern sich sehr oder eher zufrieden. Nur gerade 7 Prozent sind eher oder sehr unzufrieden. Bemerkenswert ist, dass diese Beurteilung unabhängig von Generationen, Bildungsgrad und Geschlecht ausfällt. Die Beliebtheitsskala der Kulturveranstaltungen wird von Museumsausstellungen angeführt. 78 Prozent der Bevölkerung fühlen sich davon angesprochen. Kino wird von 74 Prozent der Befragten bevorzugt. An dritter Stelle folgt bereits das Interesse am Theater. Bei einer gesamtschweizerischen Untersuchung rangiert diese Sparte erst auf Platz sieben. Im Aargau zeigen sich 70 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren vom Theater angesprochen.
Je nach Alter unterschiedliches Informationsverhalten
Die Altersunterschiede machen sich beim Informationsverhalten bemerkbar. Während sich die Älteren zu 77 Prozent vorzugsweise in der Tageszeitung über das kulturelle Angebot informieren, tut dies die junge Bevölkerung zwischen 15 und 34 Jahren zu 68 Prozent via Internet. Eine Mehrheit der Bevölkerung kennt auch die Förderinstrumente des Kantons. Das Aargauer Kuratorium ist 51 Prozent, der Swisslos-Fonds 87 Prozent der Befragten ein Begriff. Beide Finanzierungsquellen des Kantons werden klar der Kulturförderung zugewiesen.
Umfrage widerspiegelt aussergewöhnliche kulturelle Vielfalt
Nach dem Namen einer Kulturinstitution gefragt wird spontan das Aargauer Kunsthaus am häufigsten genannt. Es folgen das Museum Aargau, Schloss Lenzburg und das Naturama Aargau. Bereits auf Platz acht folgt bei den Spontannennungen das KiFF Aarau. Bemerkenswert ist, dass 52 Prozent der Befragten eine Kulturinstitution nannten, die kein anderer Befragter erwähnte. Es spiegelt sich darin die aussergewöhnliche Vielfalt an Institutionen und Einrichtungen des kulturellen Lebens im Aargau.
Hoher Bekanntheitsgrad des Museums Aargau
Wurden die Befragten mit 29 Namen von Kultureinrichtungen im Aargau konfrontiert, dominieren beim Bekanntheitsgrad eindeutig die Institutionen des Museums Aargau, Schloss Lenzburg (84 Prozent kennen dieses Museum) und Schloss Hallwyl (78 Prozent). Bereits auf dem dritten Platz folgt das Vindonissa-Museum Brugg, gefolgt vom Schloss Wildegg und vom Aargauer Kunsthaus. Bemerkenswert ist der hohe Bekanntheitsgrad des Sauriermuseums Frick (64 Prozent). Trotz hoher Bekanntheit haben es die Themenmuseen in Bezug auf die Besuchshäufigkeit schwer. Meist bleibt es bei einem einmaligen Besuch, der tendenziell lange zurück liegt.
Breit verankerte Marke "Kulturkanton"
Die Marke "Kulturkanton" darf als gut verankert bezeichnet werden. 67 Prozent der Befragten kennen den Begriff in Bezug auf den Aargau. 84 Prozent sind zudem der Ansicht, dass die Bezeichnung absolut zutrifft oder zumindest grundsätzlich passend ist. Nur gerade 10 Prozent vertreten die Meinung, dass dieser Beinamen überhaupt nicht zutreffe.