Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Hochwasser-Situation im Kanton Aargau – Kaltfront erreicht die Schweiz :
Kaltfront bringt ab Dienstagmittag Regen und Gewitter

Die Lage um die Aargauer Flüsse hat sich im Verlauf des frühen Dienstagmorgens leicht entspannt. Die angekündigte Kaltfront, die ab Dienstagmittag die Schweiz erreicht, bringt aber erneut Niederschläge. Dadurch ist weiter mit teils hohen Abflussmengen für Aare, Reuss, Rhein und Limmat zu rechnen. Die Spitzen vom Montag werden nicht mehr erreicht. Lokal können Gewitter, kleinere Gewässer und gesättigte Böden zu Gefahrenquellen werden lassen.

Die starken Regenfälle der letzten Tage führten in den Flüssen zu überdurchschnittlichen Abflussmengen. Im Aargau weist vor allem die Aare hohe Pegelstände auf. Für die Aare gilt weiterhin die Gefahrenstufe 2 (mässige Hochwassergefahr). Aufgrund der angekündigten Niederschläge werden für morgen Mittwoch folgende Höchststände erwartet (Stand Dienstag, 05.05.2015, 0700):

StationGefahrenstufeMaximumZeitpunkt
Aare – Brugg2900 m³/s06.05., 06:00 – 15:00 Uhr
Aare – Murgenthal2850 m³/s06.05., 06:00 – 15:00 Uhr
Aare – Untersiggenthal, Stilli21700 m³/s06.05., 06:00 – 15:00 Uhr
Limmat – Baden1280 m³/s06.05., 11:00 – 13:00 Uhr
Rhein – Rheinfelden12350 m³/s06.05., 10:00 – 18:00 Uhr
Reuss – Mellingen1460 m³/s06.05., 10:00 – 14:00 Uhr

Die Pegelstände der Aare werden gemäss Prognosen bis Donnerstag anhaltend auf hohem Niveau verbleiben. Für Rhein und Reuss wird gegen Mittwochmittag mit einer erneuten Zunahme gerechnet, insgesamt hat sich die Lage der Aargauer Flüsse aber leicht entspannt und die Höchststände vom Montag werden nicht mehr erreicht. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Aargauer Flüsse weiterhin hohe Wasserstände führen.

Die bereits gesättigten Böden werden durch die angekündigten Niederschläge weiter belastet. Damit besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko für Rutschungen. Die neuesten Prognosen sagen – im Gegensatz zu den Prognosen vom letzten Wochenende – eine tiefere Niederschlagsmenge voraus. Lokal können trotzdem vereinzelt Gewitter auftreten. Dadurch können auch kleinere Gewässer und Bäche zu Gefahrenquellen werden.

Mobile Hochwasserschutzelemente in Brugg und Wallbach eingebaut

Am Montagmorgen wurden auf Anträge der Regionalen Führungsorgane Brugg Region sowie Unteres Fricktal in den gefährdeten Uferzonen von Brugg und Wallbach mobile Hochwasserschutzelemente eingebaut. Der Einbau erfolgte Montagmittag durch Kräfte des Kantonalen Katastrophen-Einsatzelements. Die Schutzelemente "Beaver" werden durch die lokalen Einsatzkräfte kontrolliert. Aufgrund der unsicheren Wetter- und Wasserlage wird der Entscheid über den Rückbau der Schutzelemente auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Uferzonen und gefährdete Gebiete meiden

Die Bevölkerung wird gebeten, die Uferzonen der hochwassergefährdeten Flüsse zu meiden und bei Aussenaktivitäten das Risiko von lokalen Überschwemmungen und Rutschungen – insbesondere infolge von Gewittern – zu beachten. Den Anweisungen von Polizei, Feuerwehr und Behörden ist Folge zu leisten.

Teile des Kernstabs des Kantonalen Führungsstabs (KFS) überwachen weiterhin die Lage. Die Öffentlichkeit wird über die weitere Entwicklung der Hochwassersituation im Kanton informiert. Die nächste Information durch den KFS erfolgt Mittwochvormittag.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Bundes www.naturgefahren.ch.

Mehr zum Thema

www.hydrodaten.admin.ch

  • Departement Gesundheit und Soziales