Hochwasser im Kanton Aargau – Bulletin 5
Die starken Regenfälle der vergangenen Tage und Nächte haben im Kanton Aargau zu einer akuten Hochwassersituation geführt. Flüsse und Bäche sind über die Ufer getreten und haben teilweise beträchtlichen Schaden angerichtet. Im ganzen Kantonsgebiet mussten eine ganze Reihe von Strassen und Brücken geschlossen werden.
Die Aare bei Brugg hatte um 12.00 Uhr einen Stand von 1384 m3/sec der Alarmwert liegt bei 1050 m3/sec. Der Rhein bei Rheinfelden hatte um dieselbe Zeit einen Pegelstand von 3950 m3/sec der Alarmwert liegt bei 3200 m3/sec. Die Wasserstände aller Flüsse im Aargau sind auf hohem Niveau jedoch tendenziell langsam abnehmend. Im Vergleich zum letzten Hochwasser im 2005 war dank guten Präventionsmassnahmen die Reuss nur geringfügig betroffen. Dass die Zürcher die Abflussmenge aus dem Zürichsee in den frühen Morgenstunden reduziert hatten, hat sich auf den Pegelstand der Aare positiv auswirkt.
In Aarau ist die Aare über die Ufer getreten und hat flussnahe Gebiete überschwemmt. Das Wasserkraftwerk Rüchling in Aarau musste abgestellt und die Belegschaft evakuiert werden. Dies führte in Aarau im Laufe des Donnerstagmorgens zu einem Stromunterbruch von einer halben Stunde.
In der Gemeinde Döttingen wurde zuerst der Aaredamm vor der Aarebrücke überschwemmt und ist danach an derselben Stelle gebrochen. Überschwemmt wurde ein Gebiet von rund 12 Aaren. Es wurden rund 50 Personen evakuiert und es musste ein Einkaufszentrum geschlossen werden. Weitere Überschwemmung im Gebiet von Döttingen und Klingnau konnten dank einem sofort erstellten Damm verhindert werden.
In Brugg ist der so genannte Schachen überschwemmt kein bewohntes Gebiet.
Ausblick: Der Wasserstand von Rhein und Aare wird auch in den kommenden Stunden auf einem hohen Niveau bleiben. Danach sollte sich die Lage langsam entspannen, da mit keinen grösseren Niederschlägen mehr zu rechnen ist.