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Hightech Aargau stärkt und fördert den Unternehmensstandort Aargau :
Start des Anhörungsverfahrens

Der Regierungsrat lanciert das Programm "Hightech Aargau". Es unterstützt KMU mit Beratungsangeboten, Kompetenzzentren, regional konzentrierter Ansiedlung von Know-how und mit Innovationsfinanzierungen. Hightech Aargau fördert weiter den Wissens- und Technologieaustausch zwischen KMU, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie international ausgerichteten Grossunternehmen.

Der Kanton Aargau weist mit einem hohen Anteil innovativer, zukunftsfähiger Branchen ein grosses Innovations-Potenzial auf. Die gute industrielle Ausgangsbasis genügt für eine erfolgreiche Zukunft allerdings nicht. Um künftig eine starke Marktstellung zu erreichen, werden in Industrie und Gewerbe neue Technologien, Werkstoffe und Verfahren benötigt. Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse und zukunftsweisender Technologien in verwertbare Produkte ist ein Schlüssel zum späteren Markterfolg und damit zu einer Steigerung der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung.

Mit dem Entwicklungsleitbild 2009-2018 hat der Regierungsrat eine Hightech-Strategie für den Kanton Aargau angekündigt und eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben. Daraus resultierte das nun vorliegende Förderungs- und Entwicklungsprogramm Hightech Aargau. Der Regierungsrat will damit den Wissens- und Technologietransfer zwischen kleinen und mittleren Unternehmen, international ausgerichteten Grossunternehmen und den im Aargau und in den Nachbarkantonen ansässigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützen sowie zusätzliche Innovationen in fortschrittlichen Technologien ermöglichen.

Die Hightech-Strategie trägt dazu bei, den Aargau im interkantonalen und internationalen Vergleich der Wirtschaftsstandorte zu stärken. Der Regierungsrat setzt Schwerpunkte in den Bereichen Innovationsförderung, Nanotechnologie und Elektrotechnologie. Hightech Aargau nimmt auch bedeutende Elemente des Cleantech-Masterplans des Bundes auf: Das Programm legt unter anderem Grundlagen, um ressourcenschonende Verfahren und Produkte entwickeln und weiterentwickeln zu können. Hightech Aargau leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der sich im Zusammenhang mit den Diskussionen über die Kernenergie abzeichnenden Veränderungen in der Energiewirtschaft. Und es trägt durch gezielte Innovationsförderung dazu bei, die negativen Auswirkungen des starken Frankens auf die Exportindustrie zu verringern.

Vier konkrete Massnahmen

Der Regierungsrat hat zusammen mit verschiedenen Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Bildung ein griffiges Massnahmenpaket erarbeitet:

- Gründung eines Hightech-Zentrums für Innovationsberatung, Nanotechnologie und Elektrotechnik. Das Hightech-Zentrum soll praxis- und wirtschaftsnahe den Wissens- und Technologietransfer fördern. Diese neue Einrichtung ist auf die Bedürfnisse der Aargauer KMU ausgerichtet und macht ihnen das an den Hochschulen vorhandene Know-how zugänglich.

- Entwicklung einer Hightech-Region für die Ansiedlung neuer Unternehmen, verbunden mit einer Aufwertung des Technoparks Aargau in Brugg/Windisch. Dabei geht es um regionale Know-how-Konzentration und Clusterbildung. In der Hightech-Region sollen regional fokussiert Hightech-Unternehmen angesiedelt werden. Mögliche Standorte sind das Birrfeld und das Sisslerfeld. Dank der Nähe zum PSI und zur Fachhochschule Nordwestschweiz soll die Hightech-Region zu einem Innovationsmagnet avancieren. Im Zusammenhang mit der Hightech Region ist auch eine Erhöhung des Betriebsbeitrags des Kantons an den Aargauer Technopark in Windisch vorgesehen.

- Ausbau von Hightech-Fonds (Startup-Finanzierungen und Steigerung des Bekanntheitsgrads dieser Angebote; Aufstockung des Aargauer Forschungsfonds). Die Aargauische Kantonalbank unterstützt Hightech Aargau durch eine Erhöhung des Dotationskapitals des AKB-Fonds für Startup-Finanzierung von zwei Millionen auf zehn Millionen Franken. Hightech Aargau will zudem einen Beitrag leisten, den Hightech-Fonds der AKB und das Engagement von NAB, UBS und anderen Banken im Bereich Startup- und Innovationsfinanzierung noch bekannter zu machen. Weiter ist eine Aufstockung des Aargauer Forschungsfonds auf 1,2 Millionen Franken vorgesehen.

- Unterstützung der Hightech-Forschung (Freie-Elektronen-Röntgenlaser-Entwicklung SwissFEL, Paul Scherrer Institut PSI). Im Wissen um die nationale Bedeutung des PSI mit seiner Innovationskraft und dem strategisch für die Wissenschaft bedeutenden Zukunftsprojekt SwissFEL sowie dessen überragenden Standortnutzen für den Kanton Aargau, hat der Regierungsrat bereits vor einem Jahr beschlossen, dem PSI einen Beitrag von dreissig Millionen Franken an die Realisierung zu gewähren.

Investitionen von gesamthaft 38,2 Millionen Franken

Die Lancierung von Hightech Aargau erfolgt eng abgestimmt mit Partnern aus Wirtschaft, Forschung, Bildung, Finanzwesen und Politik. Diese Partnerschaft sorgt für eine breite Abstützung und schafft gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung von Strategie und Massnahmenpaket. Für die Jahre 2012 bis 2016 wird mit Investitionen von gesamthaft 38,205 Millionen Franken gerechnet. Der Grosse Rat wird anfangs 2012 über einen entsprechenden Kredit für die innovative Zukunftsinvestition Hightech Aargau befinden. Bereits im August 2010 hat der Regierungsrat aus dem Swisslos-Fonds einen Beitrag von dreissig Millionen Franken an die Realisierung des SwissFEL-Projekts des PSI beschlossen.

Die Anhörung des Hightech-Aargau-Berichts dauert vom 5. Juli bis 5. Oktober. Die Botschaft an den Grossen Rat ist für November 2011 vorgesehen. Den Anhörungsbericht "Hightech Aargau Eine Initiative zur Förderung des Standorts Aargau" und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf www.ag.ch/hightech.

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