Grossratskommission genehmigt Richtplananpassung für SwissFEL in Würenlingen
Die Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) hat die für den Bau der neuen Grossforschungsanlage SwissFEL notwendigen Anpassungen des Siedlungsgebiets und des Grundwasserschutzareals Unterwald in Würenlingen genehmigt.
Das Paul Scherer Institut (PSI) in Villigen/Würenlingen plant im Würenlinger Unterwald einen Freie-Elektronen-Röntgenlaser, den SwissFEL, zu erstellen. Der SwissFEL soll völlig neue Einblicke in physikalische, chemische und biologische Vorgänge ermöglichen und wird auch Forschern der Hochschulen und aus der Wirtschaft zur Verfügung stehen. Die 830 Meter lange und zum grössten Teil unterirdische Anlage ist äusserst empfindlich auf Erschütterungen und Temperaturschwankungen. Das Gebiet im Würenlinger Unterwald erfüllt die hohen Anforderungen an den Standort am besten. Es befindet sich zudem in direkter Nähe zum PSI, eine weitere wichtige Voraussetzung für den Betrieb des SwissFEL.
An ihrer Sitzung vom 13. Mai 2011 hat die Kommission UBV die Erweiterung des Siedlungsgebiets Würenlingen und die Anpassung des Grundwasserschutzareals Unterwald Würenlingen beraten. Anlass zu Kritik gab die geplante Entnahme von Grundwasser zur Kühlung der Anlage und die Einleitung des erwärmten Kühlwassers in die Aare, sowie die für den Bau notwendige Rodung im Gebiet Unterwald. Durch die vorgesehenen ökologischen Aufwertungsmassnahmen bei Bau der Anlage wird allerdings für Flora und Fauna sogar eine Verbesserung der Umweltsituation erreicht. Die Kommission folgte am Ende mit grosser Mehrheit dem Vorschlag des Regierungsrats und genehmigte die für den Bau der Grossforschungsanlage notwendigen Anpassungen des Richtplans und des kantonalen Nutzungsplans.
Der Grosse Rat wird voraussichtlich am 21. Juni 2011 über das Geschäft beraten.