Grossrätliche Kommission spricht sich für den Verpflichtungskredit Case Management Berufsbildung aus
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Jahresbericht 2015 der FHNW zur Kenntnis genommen
Die Kommission für Bildung, Kultur und Sport (BKS) heisst den Verpflichtungskredit für die Verstetigung des Projekts Case Management Berufsbildung (CM BB) einstimmig gut und nimmt den positiven Jahresbericht 2015 der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zur Kenntnis.
Der Direktionspräsident, Crispino Bergamaschi, und die Präsidentin des Fachhochschulrats, Ursula Renold, präsentierten der grossrätlichen Kommission für Bildung, Kultur und Sport (BKS) den Jahresbericht 2015 der FHNW. Die Kommissionsmitglieder haben die positive Jahresrechnung sowie den Bericht über die Erfüllung des Leistungsauftrags für das Jahr 2015 anerkennend zur Kenntnis genommen.
Bei einem Gesamtaufwand von 451,4 Millionen Franken weist die FHNW einen Aufwandüberschuss von 1,7 Millionen Franken aus. Dieser liegt deutlich unter den geplanten und mit den Trägerkantonen (Aargau, Basel Landschaft, Basel Stadt und Solothurn) vereinbarten 4,8 Millionen Franken.
In Forschungs- und Dienstleistungsprojekten entwickelt die FHNW gemeinsam mit Praxispartnern innovative Lösungen und aktuelle Weiterbildungsprodukte. Auf diese Weise konnte die FHNW insgesamt 105,7 Millionen Franken an Drittmitteln erwirtschaften und leistet damit einen nennenswerten Beitrag an die Gesamtkosten.
An den 9 Hochschulen der FHNW sind 11'262 Studierende (plus 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) in den verschiedenen Studiengängen eingeschrieben. Wie geplant entwickeln sich die Studierendenzahlen an der Pädagogischen Hochschule (plus 8 Prozent), an der Hochschule für Technik (plus 10 Prozent) und an der Hochschule für Wirtschaft (plus 10 Prozent). 3'056 Aargauer Studierende sind an der FHNW immatrikuliert.
Verstetigung Case Management Berufsbildung (CM BB) gutgeheissen
Die Mitglieder der Kommission BKS haben den Vorschlag des Regierungsrats einstimmig gutgeheissen und genehmigen den Verpflichtungskredit von 709'000 Franken für die Verstetigung des Case Management Berufsbildung.
Die Fachkommission hat sich erneut mit dieser Botschaft auseinandergesetzt, nachdem der Grosse Rat an der Sitzung vom 15. März 2016 einen Rückweisungsantrag (78 zu 48 Stimmen) gutgeheissen hat. Die Rückweisung beinhaltete den Auftrag, die Variante "Auslagerung" des CM BB vorzulegen und den Projektbetrieb bis zu einem allfälligen Wechsel sicherzustellen.
Aktuell wird das Projekt durch die Mitarbeitenden der Fachstelle Team 1155 betreut, welche der Abteilung für Berufsbildung und Mittelschule des Departements Bildung, Kultur und Sport angegliedert ist. Diese Mitarbeitenden begleiten Jugendliche (bis zum 24. Altersjahr) mit Mehrfachbelastungen bei der Berufswahl, auf der Lehrstellensuche und während der Lehrzeit bis zur Integration in den Arbeitsmarkt.
Die Fachkommission hat sich eingehend mit der Variante "Auslagerung" auseinandergesetzt. Verschiedene kritische Punkte (zum Beispiel das Submissionsverfahren oder der Datenschutz) aber auch der sehr geringe finanzielle Vorteil sowie die Anerkennung der geleisteten Arbeit der Fachstelle Team 1155 haben die Kommissionsmitglieder dazu bewogen, die Variante "Auslagerung" zu verwerfen und dem regierungsrätlichen Vorschlag einstimmig zuzustimmen.
Die Botschaften werden voraussichtlich im September 2016 im Grossen Rat debattiert.