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Glückliche Kühe im kantonalen Gutsbetrieb Frick :
Regierungsrat stimmt Pionierprojekt "Landschaftsstall" zu

Der Kanton Aargau geht bei der Tierhaltung neue Wege: Auf seinem Gutsbetrieb in Frick wird das Rindvieh im "Landschaftsstall" gehalten.

Der Regierungsrat stimmte dem Konzept zu und bewilligte dafür den Betrag von 1.7 Mio. Franken. Damit wird der Verpflichtungskredit des Grossen Rates, der auf dem ursprünglichen Sanierungskonzept beruhte, um 200'000 Franken unterschritten. Das neue Projekt ist kostengünstig und berücksichtigt die neuesten Erkenntnisse hinsichtlich tierfreundlicher Haltung. Mit den Bauarbeiten, die rund ein Jahr dauern werden, soll 1999 begonnen werden.

Das Finanzdepartement hat 1996 mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), gestützt auf den Grossratsbeschluss vom 12. März 1996, einen Miet- und Pachtvertrag für die Gebäude und den Gutsbetrieb des Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrums (LBBZ) Frick abgeschlossen. Auf dem Gutsbetrieb war als zentrale Massnahme ursprünglich vorgesehen, die bestehende Scheune in einen Boxenlaufstall umzubauen und dazu einen kombinierten Stall mit Grossvieh-Liegehalle und Stall für die Schweinemast neu zu erstellen.

Im Verlaufe der Planungsphase konnte eine neue, betreffend Tierhaltung und Kosten optimalere Variante gefunden werden. Nach verschiedenen Studien kamen das FiBL und die kantonalen Stellen zum Schluss, dass für das Rindvieh eine gänzlich neue und tierfreundliche Baute mit der Bezeichnung "Landschaftsstall" errichtet werden sollte. Anstelle einer grossen Halle werden auf einem offenen Laufhof-Areal kleinere Hütten errichtet, die jeweils 5 Kühen eine Liegemöglichkeit bieten. Die bestehende Scheune wird für die Schweinehaltung und andere Nutzungen umgebaut.

Beim "Landschaftsstall" handelt es sich um ein interessantes, zukunftsträchtiges Konzept, das die neuesten Erkenntnisse der Verhaltungsforschung bei den landwirtschaftlichen Nutztieren berücksichtigt und in ökologischer, arbeitswirtschaftlicher und tierethologischer Hinsicht eine Vorbildfunktion ausübt. Der neue Stall kann zudem in den Dienst der Forschung gestellt werden und trägt dazu bei, die Kommunikation zwischen der bäuerlichen und der nichtbäuerlichen Bevölkerung zu intensivieren. Er ist auch kostengünstig und praxisorientiert. Die zuständigen Bundesämter für Landwirtschaft und Veterinärwesen bewerten das Projekt positiv und wirken im Sinne einer fachlichen Begleitung bei der Realisierung mit.

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