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Geschäftsbericht der Gerichte Kanton Aargau 2018

Die Gerichte Kanton Aargau veröffentlichen den Geschäftsbericht für das Jahr 2018. Dieser schafft einen Überblick über den Geschäftsgang und die Geschäftszahlen. Mit rund 42'700 Falleingängen waren die Aargauer Gerichte auch im Berichtsjahr stark belastet.

Der Geschäftsbericht 2018 weist für die Aargauer Gerichte rund 42'700 eingegangene Fälle aus. Zudem wurden knapp 4'200 neue Vorsorgeaufträge oder Patientenverfügungen bei den Gerichten hinterlegt und über 2'000 Verfahren bei den Schlichtungsbehörden für Miete und Pacht eröffnet. Konkret verteilen sich diese Verfahren auf:

  • das Obergericht
  • die elf Bezirksgerichte
  • das Spezialverwaltungsgericht
  • das Zwangsmassnahmengericht
  • die Anwaltskommission
  • die Schlichtungsbehörden
  • das Konkursamt

Insgesamt leistungsstarke Gerichte

Gegenüber dem Vorjahr blieben die Falleingänge praktisch unverändert; die geringfügige Zunahme beträgt 0,06 Prozent. Zahlenmässig liegt die Hauptlast nach wie vor bei den elf Bezirksgerichten. Bei ihnen gingen im vergangenen Jahr insgesamt über 35'500 neue Fälle ein. Davon entfielen mit rund 18'500 mehr als die Hälfte auf Verfahren des Familienrechts (inklusive Kindes- und Erwachsenenschutz), die damit praktisch auf dem hohen Niveau der Vorjahre 2013-2017 stagnierten. Eine leichte Zunahme der Falleingänge war beim Spezialverwaltungsgericht festzustellen. Einen Rückgang der Falleingänge hatten hingegen das Zwangsmassnahmengericht, die Friedensrichterinnen und Friedensrichter sowie die Schlichtungsbehörden für Miete und Pacht zu verzeichnen. In den übrigen Bereichen der Aargauer Rechtsprechung zeigte sich die Belastungssituation 2018 insgesamt ausgeglichen.

Bemerkenswert ist, dass trotz der hohen Belastung die Dauer der Verfahren insgesamt reduziert werden konnte (Einzelheiten können dem Geschäftsbericht 2018 entnommen werden). Das ändert nichts daran, dass die generelle Auslastung nach wie vor hoch ist und es deshalb bei komplexen Fällen zu längeren Verfahrensdauern kommen kann.

Finanzen

Die Rechnung der Gerichte Kanton Aargau für 2018 schliesst mit Ausgaben von 85,3 Millionen Franken und Einnahmen von 27,8 Millionen Franken (Saldo 57,5 Millionen Franken). Die Aargauer Gerichte finanzierten sich damit zu 32,6 Prozent selber (Deckungsgrad; Vorjahr: 31,6 Prozent).

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