Gesamtsollwert im Jahr 2012 zu drei Viertel erfüllt
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Ausbildungsleistungen der Leistungserbringer im Gesundheitswesen steigen
Spitäler und Kliniken, Alters- und Pflegeheime sowie Spitexorganisationen haben 2012 durchschnittlich rund 75 Prozent des Sollwerts von 2015 in Bezug auf ihre Ausbildungsleistungen erfüllt. Mit der Einführung der Ausbildungsverpflichtung (ABV) am 1. Januar 2013 ist bis 2015 ein gleitender Dreijahresdurchschnitt an zusätzlichen Ausbildungsleistungen definiert worden.
Prozentual haben die Spitäler und Kliniken 2012 bereits rund 80 Prozent ihrer Ausbildungsverpflichtungen erfüllt, die Alters- und Pflegeheime rund 70 Prozent und die Spitexorganisationen rund 45 Prozent. Das Ausbildungssoll von 100 Prozent auf der Grundlage der ABV müssen von den Spitäler und Kliniken, von den Alters- und Pflegeheimen sowie von den Spitexorganisationen ab 2015 erreicht werden. Bis dahin gelten ab 2013 jährlich abgestufte Zielgrössen, die im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Prozent höher sind.
Bonus-Malus-System ab 2016
Ab 2016 überprüft der Kanton regelmässig, ob die verfügte Ausbildungsleistung erbracht worden ist oder nicht. Überdurchschnittliche Ausbildungsleistungen werden zusätzlich mit einem Bonus abgegolten. Unterdurchschnittliche werden hingegen mit einem Malus sanktioniert.
Die Prozentzahlen in Bezug auf die Erfüllung der Sollwerte stützen sich auf ein ausgeklügeltes Punktesystem, das die Ausbildungsleistungen der einzelnen Versorgungsbereiche – akutsomatische Institutionen, Institutionen der Langzeitpflege sowie Hilfe und Pflege zu Hause – unterschiedlich stark gewichtet. Erfasst werden mit diesem System sämtliche Berufsgruppen im Rahmen der nichtuniverstitären Berufe im Bereich der Pflege und der Betreuung.
Frische Dynamik in der Ausbildung
Viele Institutionen haben bereits eine lange Tradition in der Ausbildung von Gesundheitsberufen und führen diese fort. Einige Institutionen haben seit Ankündigung der ABV die nötigen Grundlagen geschaffen, um im Rahmen der eigenen Möglichkeiten Ausbildungen anzubieten, einem Ausbildungsverbund oder dem Ausbildungsnetz der OdA GS Aargau beizutreten. Deutlich erkennbar ist dies auch an den weiterhin steigenden Zahlen der abgeschlossenen Lehrverträge auf Sekundarstufe II für August 2013.
Die Datenerhebung 2012 vor dem Hintergrund der Einführung der ABV zeigt, dass viele Institutionen auf dem Weg sind, die Ausbildung ihres Fachpersonals in die eigenen Hände zu nehmen. Dies ist angesichts des heutigen und künftigen Bedarfs an Fachpersonal unabdingbar und ist die Basis für die Gesundheitsversorgung im Kanton Aargau.